Den Hunger weltweit bekämpfen


Nothilfe bei Katastrophen und Kriegen

Das UN World Food Programme (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt und bekämpft den Hunger weltweit.

In Notfällen bringen wir Nahrungsmittel dorthin, wo sie am dringendsten benötigt werden und helfen so den Opfern von Kriegen, Konflikten und Naturkatastrophen. Wenn die Krise überstanden ist, unterstützen wir die Betroffenen dabei, ihre Existenz aufzubauen, um bald wieder ein eigenständiges Leben zu führen. WFP-Entwicklungsprogramme helfen zugleich gezielt die Ursachen des Hungers zu beseitigen. Mehr Informationen über die Arbeit des WFP finden Sie hier

Organisationsstruktur

WFP ist Teil der Vereinten Nationen und finanziert sich ausschließlich aus freiwilligen Beiträgen von Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen. Jedes Jahr unterstützt die UN-Organisation mehr als 80 Millionen Hungernde in über 80 Ländern mit Ernährungshilfe. Über 14.000 Mitarbeiter sind für WFP im Einsatz, die meisten von ihnen leisten in entlegenen Gebieten direkte Hilfe für hungernde Menschen. Die Zentrale von WFP ist im Rom. Seit 2004 gibt es ein WFP-Büro in Berlin und der WFP Innovation Accelerator wurde 2016 in München eröffnet. Hier finden Sie das gesamte Organigramm von WFP sowie alle Informationen auf einem Blick.

Ziele

Seit seiner Gründung 1961 verfolgt WFP eine Vision: eine Welt, in der jeder Mensch stets Zugang zu den Nahrungsmitteln hat, die für ein aktives und gesundes Leben notwendig sind. Wir verfolgen dieses Ziel gemeinsam mit den anderen für Ernährungsfragen zuständigen UN-Organisationen, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization; FAO) und dem International Fund for Agricultural Development (IFAD), deren Zentralen ebenfalls in Rom sind. Regierungen, weitere UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen wie die Deutsche Welthungerhilfe, Malteser International, CAREund World Vision sind unsere Partner.

Der Arbeit des WFP liegen konkret vier strategische Zielezugrunde:

  1. Leben zu retten und Menschen in Krisen zu schützen
  2. Ernährungssicherung zu unterstützen und Existenzgrundlagen wiederaufzubauen
  3. Risiken minimieren und Menschen, Gemeinden und Regierungen befähigen selbständig den Hunger zu bekämpfen
  4. Mangelernährung zu verringern und den generationsübergreifenden Hungerkreislauf zu durchbrechen 

 

Exekutivrat 

WFP wird von einem Exekutivrat geführt und kontrolliert, der aus 36 Mitgliedsstaaten besteht, darunter zahlreiche Entwicklungsländer und derzeit auch Deutschland und die Schweiz. Der UN-Generalsekretär und der Generaldirektor der FAO ernennen gemeinsam die WFP-Exekutivdirektorin oder den Exekutivdirektor für jeweils fünf Jahre. Als Nachfolger von Ertharin Cousin ist seit April 2017 der US-Amerikaner David Beasley als Exekutivdirektor für Leitung und Management des WFP sowie alle seine Programme, Projekte und weitere Aktivitäten verantwortlich. WFP hat außerdem vier stellvertretende Exekutivdirektoren für spezifische Aufgaben. 

Die Strategie der Organisation ist im „Strategic Plan“ festgelegt, der alle vier Jahre erneuert wird. Den derzeitigen Plan hat der Exekutivrat 2016 verabschiedet und damit die Methoden der modernen Ernährungshilfe dargelegt, die weit über die klassische Nahrungsmittelhilfe hinausgeht und den Hunger an seiner Wurzel bekämpft, zum Beispiel durch lokalen Ankauf von Nahrungsmitteln, Bargeldprogramme und „Food for Work“-Programme