10 Fakten über den Hunger im Südsudan

Veröffentlicht am 09 November 2015

Mehr als 3,9 Millionen Menschen im Südsudan wissen heute nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen. Starkregen ab Mai erschwerden zudem die Hilfe für Betroffenen in entlegenen Regionen. Foto: WFP/Jaqueline Dent

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt. Doch seine Bewohner leiden unter einem gewalttätigen Konflikt, der im Dezember 2013 ausbrach und seitdem das tägliche Leben massiv beeinflusst. Aktuell wissen viele Familien wissen, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen. Teilen Sie diese 10 Fakten über die Not der Menschen im Südsudan.

1) Fast 11 Millionen Menschen leben im Südsudan. 3,9 Millionen von Ihnen wissen nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen.  

2) Mehr als 2,2 Millionen Südsudanesen mussten ihre Häuser verlassen und flohen in andere Regionen oder Nachbarstaaten.  

3) Bereits vor dem Konflikt lebten mehr als die Hälfte der Südsudanesen unterhalb der Armutsgrenze.  

4) Vor allem in drei Regionen bedroht der Konflikt die Ernährungssicherung der Menschen, weil fast 80 Prozent von ihnen durch die anhaltenden Kämpfe kein Getreide anbauen konnten.  

5) Im vergangenen Jahr wurde durch die enge und schnelle Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft eine Hungersnot im Südsudan verhindert. Als einer der Schlüsselakteure in diesem Einsatz erreichte WFP mit 190.000 Tonnen Nahrung mehr als 2.5 Millionen Menschen.  

6) Die Voraussetzungen für humanitäre Hilfe sind im Südsudan besonders schwierig. Starkregen machen ab Mai viele Straßen unbefahrbar und damit die Hälfte des Landes unzugänglich für Hilfslieferungen über Land 

7) Um den drohenden Einschränkungen durch die Regenzeit vorzubeugen, hat WFP bereits 3 Monate zuvor angefangen, 100.000 Tonnen Nahrung an strategisch wichtigen Knotenpunkten zu positionieren. Die Vorräte wurden mit 6,500 LKW-Lieferungen vor Ort gebracht.  

8) Seit Beginn des Jahres 2015 hat WFP mehr als 189.000 Tonnen Nahrung per Luft und auf dem Landweg in schwer zu erreichende Gebiete transportiert.  

9) Für dieses Jahr hat sich WFP zum Ziel gesetzt, 3 Millionen Menschen im Südsudan zu unterstützen. WFP leistet nicht nur Nothilfe in Konfliktzonen und hilft Flüchtlingen mit lebensrettender Nahrung, sondern unterstützt insbesondere auch Frauen und Kleinkinder mit Spezialnahrung sowie ältere Kinder mit Schulmahlzeiten 

10) Um den Südsudan langfristig von Hunger zu befreien unterstützt WFP Menschen abseits der Konfliktzonen dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen oder die Versorgung und Anbindung ihrer Gemeinden voranzutreiben. Für die aufgewandte Zeit und Energie erhalten die Teilnehmer von WFP Nahrungsmittel oder Bargeld, damit sie ihre Ernährung nachhaltig sichern können.  

Helfen Sie den Menschen im Südsudan und sichern Sie ihnen mit Ihrer Spende eine Mahlzeit.