8 Fakten über den Hunger in Mali

Veröffentlicht am 22 Mai 2013

Über 158.000 Menschen sind von Mali in Nachbarstaaten wie Mauretanien geflohen, wo sie Ernährungshilfe erhalten und darauf warten, zurück in ihr Heimatland kehren zu können. Copyright: WFP/Justin Smith

Der seit einem Jahr andauernde Konflikt im westafrikanischen Mali hat zehntausende Menschen vertrieben. Dürre und Armut haben ebenfalls zur schlechten Ernährungssituation beigetragen. Hier finden Sie 8 Fakten über den Hunger in Mali und WFP-Ernährungshilfe, die den Menschen in dem krisengeschüttelten Land neue Hoffnung schenkt.

1. Nach Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Norden des Landes, hat sich die Ernährungssituation in Mali erheblich verschlechtert. Der Konflikt hat 475.000 Menschen im Norden zur Flucht gezwungen. Die Hilfe für diejenigen, die in den Dörfern geblieben sind, ist eine logistische Herausforderung.

2. In den nördlichen Regionen wie Gao, Timbuktu und Kidal leidet einer von fünf Haushalten unter extremer Nahrungsmittelknappheit. In den vergangenen Wochen hat sich die Ernährungssituation erheblich verschlechtert. 

Dürre und Konflikt

Zusätzlich zur Dürre, die 2012 zum dritten Mal innerhalb von zehn Jahren die Sahelzone getroffen hat, kam der politische Konflikt in Mali. Flüchtlinge aus Mali sind nach Niger, Mauretanien, und Burkina Faso geflohen, wo Nahrungsmittel ebenfalls knapp sind. Erfahren Sie hier mehr über die Situation in Mali.

 

3. Bereits vor der Krise waren ungefähr 15 % der Kinder in Mali akut mangelernährt. Mehr als ein Fünftel der Kinder im Schulalter gehen nicht zur Schule. Dreiviertel von ihnen sind Mädchen.

4. Fast 69 % der Bevölkerung Malis leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Das ist einer der Gründe, warum Mali unter 187 Staaten auf Platz 175 des UN-Entwicklungsindex rangiert.

5. In diesem Jahr muss WFP voraussichtlich eine Million Menschen in Mali unterstützen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Familien, die von dem Konflikt im Norden des Landes betroffen sind. Im Süden des Landes nehmen knapp 500.000 Menschen an „Food for Work“ Projekten teil, in denen sie im Gegenzug für ihre gemeinnützige Arbeit, wie etwa den Bau von Bewässerungsanlagen, von WFP mit Nahrungsmitteln entlohnt werden. 

6. Auch über das Nachbarland Niger transportiert WFP Nahrungsmittel in den Norden Malis. Im März leistete WFP Ernährungshilfe für 125.700 Menschen im Norden des Landes, sowie für 152.300 Menschen, die aus dieser Region in andere Teile des Landes geflohen sind. 

7. Zusätzlich zu Nahrungsmitteln hat WFP auch begonnen, Bargeld zu verteilen, so dass die Menschen frisches Fleisch und Gemüse kaufen können. Das Bargeldsystem ermöglicht den Menschen, ihre Nahrungsmittel selbst zu wählen und unterstützt zusätzlich die lokale Wirtschaft.

8. Die WFP-Botschafter Amadou und Mariam kommen beide aus Mali. Das Pop-Duo lernte sich am Institut für junge Blinde in Bamako, der Hauptstadt Malis, kennen und startete eine erfolgreiche, internationale Musikkarriere. Die beiden sind seit 2010 WFP-Botschafter und besuchten bereits das vom Erdbeben betroffene Haiti, wo sie ein Video zum Hit Labendela gedreht haben. Das Lied handelt vom Kampf gegen den Hunger.