Alltag für syrische Kinder im Flüchtlingslager

Veröffentlicht am 24 Januar 2013

Zeina schmiegt sich im Zelt im Flüchtlingslager in Jordanien an ihre Mutter und ihren Vater. Zeina und ihr Bruder Ziyad hatten früher ihr eigenes Kinderzimmer im Elternhaus in Homs, wo ihr Vater ein erfolgreiches Möbelgeschäft betrieb. Copyright: WFP/Reem Nada

Zeina, 10, und ihre Familie wurden dreimal innerhalb Syriens vertrieben, bevor sie Zuflucht im Zaatari-Flüchtlingscamp in Jordanien fanden. Sie mussten ihr Zuhause in Syrien verlassen und versuchen jetzt mit Hilfe von WFP ihren Alltag so normal wie möglich zu gestalten.
Im Flüchtlingslager versucht Zeina die Dinge so zu tun, wie sie es von Zuhause gewohnt ist. Sie liebt es, in die Camp-Schule zu gehen, ihre Mutter bei Hausarbeiten zu unterstützen und Zeit mit anderen Kindern zu verbringen. Ihre neuen Freunde, helfen ihr, sich im Camp wohl zu fühlen
 
„Ich gehe morgens in die Schule und helfe meiner Mutter in der Küche, wenn ich wieder nach Hause komme“, sagt Zeina, dessen Mutter auch als Lehrerin im Flüchtlingslager arbeitet. „Ich helfe ihr so viel wie möglich, allerdings kann ich noch nicht kochen; ich bin noch nicht alt genug“, sagt das Mädchen.
 
Kinder Flüchtlingslager JordanienDie Familie, die einst stolzer Besitzer eines großen Hauses und zwei Möbelgeschäften in Daraa war, ist bereits seit drei Monaten im Camp und erhält alle zwei Wochen Nahrungsmittelrationen von WFP. „Wir haben alles hinter uns gelassen, zumindest das, was davon noch übrig geblieben war“, berichtet Zeinas Vater Abu Ziyad. „Ich bin nun über 50, ich wäre sicher dort geblieben und gestorben, wenn es die Kinder nicht gäbe; ich musste sie in Sicherheit bringen.“ 
 
Kinder Flüchtlingslager JordanienEs gibt viele Kinder wie Zeina, die mit ihren Familien vor den Kämpfen in Syrien geflohen sind, um in den Nachbarländern Schutz zu suchen. WFP unterstützt die Flüchtlinge im Irak, in Jordanien, im Libanon und in der Türkei mit Notrationen, warmen Mahlzeiten und  Nahrungsmittelgutscheinen. Im Dezember letzten Jahres stellte WFP bereits Nahrungsmittelhilfe für mehr als 248.000 Flüchtlinge in allen vier Nachbarländern bereit.