BASF Stiftung und WFP: Gemeinsames Engagement für Kinder in Kambodscha

Veröffentlicht am 21 Februar 2013

Schulmädchen in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, erhalten Schulmahlzeiten und können so dem Teufelskreis aus Hunger und mangelnder Bildung entfliehen. Copyright: WFP/Heather Hill

Spendenaktion erfolgreich beendet: Tausende BASF-Mitarbeiter aus Deutschland und Asien haben sich an der Weihnachtsspendenaktion des weltweit tätigen Chemiekonzerns beteiligt. Der gemeinsame Beitrag von Unternehmen und Mitarbeiter beläuft sich auf insgesamt rund 420.000 Euro. Der Großteil der Spendengelder geht an die BASF Stiftung, die damit das Schulspeisungsprogramm des WFP in Kambodscha unterstützt. Die weiteren Spenden fördern die Arbeit des WFP weltweit.

Während für Kinder in Deutschland der Schulbesuch selbstverständlich ist, sieht dies für Kinder in Kambodscha anders aus. In dem südostasiatischen Land stehen arme Familien vor der Frage: Schicken wir unser Kind zur Schule oder muss es zum mageren Auskommen der Familie beitragen?

Viele Familien und ihre Kinder erhalten dank der erfolgreichen Kooperation zwischen der BASF Stiftung und WFP die Chance auf Bildung und damit auf eine bessere Zukunft.


WFP unterstützt die Kinder, den Teufelskreis aus Armut und fehlenden Bildungschancen zu durchbrechen, indem es ihnen mit Schulspeisungen hilft. Die Spenden der BASF und ihrer Mitarbeiter tragen jetzt dazu bei, dass die Kinder eine warme Mahlzeit in der Schule bekommen und dass sie zur Schule gehen, anstatt für ihr tägliches Essen arbeiten oder betteln zu müssen. 


Die Spenden sind  über eine gute Tat zur Weihnachtszeit hinausgegangen, da die Mitarbeiter  sich aus Überzeugung engagierten: „Ich habe gespendet, da ich im Januar 2012 durch Kambodscha, Laos und Vietnam gereist bin. Mich haben diese Länder sehr beeindruckt, vor allem Kambodscha. Wir hatten das Glück, mit einigen Personen interessante Gespräche zu führen. Ich sehe das Geld dort gut angelegt“, sagt Martina Zieger, Mitarbeiterin der BASF SE.

Kambodscha ist heute im Aufbruch, nach jahrzehntelangen inneren Unruhen und Konflikten, die es zu einem der ärmsten Länder Südostasiens gemacht haben. Wie wichtig es deshalb gerade hier ist, die körperliche und geistige Entwicklung der heranwachsenden Generation im frühen Stadium zu unterstützen, unterstreicht Jean-Pierre de Margerie, WFP-Landesdirektor in Kambodscha im Interview mit der BASF-Mitarbeiterzeitung BASF Information: „Schulmahlzeiten bereitzustellen, trägt dazu bei, die Einschulungsquoten zu erhöhen, akuten Hunger zu bekämpfen sowie die Konzentration und Leistung der Kinder in der Schule zu verbessern.“


Die Erfahrung der WFP-Kollegen vor Ort belegt außerdem, welch großen Unterschied eine Mahlzeit pro Tag machen kann: An den bereits teilnehmenden Schulen in Kambodscha ist die Anmeldequote der Schüler auf 97 Prozent gestiegen. Und nicht zuletzt hat die Kinderarbeit in den Gebieten abgenommen, in denen WFP mit regelmäßigen, ausgewogenen Mahlzeiten den Eltern ermöglicht, ihre Kinder in die Schule zu schicken. 

Ein Punkt, der auch den Spendern eine Herzensangelegenheit ist: „Wir als „große“ BASF-Gruppe können viel bewirken: der Einzelne leistet einen kleinen Beitrag, in der Summe erreichen wir gemeinsam viel. Mir ist auch wichtig, nicht nur kurzfristig mit Nahrung zu helfen, sondern durch Bildung eine langfristige Verbesserung anzustreben“, betont Dieter Rahn, Mitarbeiter der BASF SE.

Lesen Sie hier die beeindruckende Geschichte des Mädchens Srin Yor. „Ich bin sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit habe wie andere Kinder zur Schule zu gehen“, sagt Yor mit einem Lächeln. WFP unterstützt sie und ihre Klassenkameraden mit einer monatlichen 10 Kilo Ration Reis, so dass die Familien sich nicht um die nächste Mahlzeit  sorgen müssen und die Kinder sich in der Schule auf den Unterricht konzentrieren können.