Flüchtlingsstrom aus Syrien in den Irak - wie WFP hilft

Veröffentlicht am 28 August 2013

Salma, Mutter von vier Kindern, ist eine von tausenden Syrern, die auf der Suche nach Unterkunft, Nahrung und Sicherheit in diesem Monat die Grenze in den Irak überquert haben. Copyright: WFP/Abeer Etefa

Hilfe für bis zu 185.000 Menschen ist auf dem Weg in den Norden des Irak. In dem größten Flüchtlingsstrom seit Beginn des Konflikts überqueren dort momentan über 3.000 Syrer täglich die Grenze. Salma und Rushda sind zwei Mütter, die diese anstrengende Reise mit ihren Kindern unternommen haben. Ihre Geschichte stellen wir Ihnen hier vor.

ERBIL – Die ankommenden syrischen Familien sind im Camp Kawrgosk untergebracht, ein Wald aus Zelten, die alle in Eile während der letzten Tagen aufgestellt wurden, um den Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können. Etwa 37.000 Menschen kamen in nur einer Woche über die Grenze, so viele wie noch nie seit Beginn des Konflikts vor zwei Jahren.

Salma, Mutter von vier Kindern, sagt, ihre Familie brauchte mehr als 18 Stunden, um das Camp zu erreichen – einen Teil der Reise haben sie zu Fuß bewältigen müssen. „Für fünf Tage konnte ich mich vor den Gebeten weder duschen noch waschen, und für die Kinder ist es sehr hart. Wir sind an so etwas nicht gewöhnt. Was wird aus uns werden?“, fragt sie.

Nach der Reise kamen Salma und ihre Familie erschöpft und hungrig im Camp an, wo sie von WFP eine Willkommensration erhielten. In den kommenden Wochen erhalten sie weitere Notrationen. WFP hat die Nothilfe bereits aufstocken müssen,  um bis zu 185.000 Flüchtlinge im Monat zu unterstützen.

Neubeginn
Salma lebte früher in Damaskus und floh nach Qamishly im Nordosten Syriens, um den Kämpfen zu entkommen. Ungefähr ein Jahr waren sie und ihre Familie dort und hatten es geschafft, sich so ein Zuhause aufzubauen. Bis der Konflikt auch diese Region erreichte. 

“Wir waren mitten im Kreuzfeuer und mussten so schnell wie möglich fliehen, als sich die Grenze öffnete. Und hier sind wir wieder. Vollkommen am Anfang“, sagte sie.

Die Ankunft von Familien wie der von Salma und ihrem Ehemann erhöht die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Irak auf über 192.000 Menschen. Zahlreiche weitere Familien sind auf dem Weg, auf der Suche nach Schutz. Am 17. August allein haben über 13.500 Syrer die Grenze überquert.

Unter Freunden

“Ich bin dankbar, mit meiner Familie im irakischen Kurdistan in Sicherheit zu sein und hoffe, wir werden uns bald einleben“, sagte Rushda, eine andere Mutter im Camp. „Die Sonne, die Hitze und die schwierigen Umstände sind nichts im Vergleich zu der ständigen Angst, unter der wir gelitten haben.“

Rushda kam aus Malkia, einem Camp im Nordosten Syriens für Binnenvertriebene. Für sie war die Willkommensration, die sie im Irak als erstes bekommen haben bereits ein gewohnter Anblick.
Ich wünschte, ihr könntet uns Frieden bringen, so wie ihr Nothilfe leistet“, sagte sie.