Gesund und lecker – Spezialnahrung für Kleinkinder in Laos

Veröffentlicht am 07 November 2012

Die ein Jahr und vier Monate alte Ley genießt ihren Löffel Plumpy´Doz in einem Dorf im Norden Laos. Copyright: WFP/Cornelia Paetz

WFP weitet jetzt die erfolgreichen „Mutter und Kind Gesundheits- und Ernährungsprojekte“ in einer zweiten Provinz in Laos aus. Kinder im schwer zugänglichen Norden erhalten Plumpy´Doz, ein speziell angereichertes Nahrungsmittel. In Gebieten, in denen 50 bis 60 Prozent der unter 5-Jährigen chronisch mangelernährt sind, kann mit der Erdnusspaste sichergestellt werden, dass die Kinder gesund aufwachsen.

Souvanna, knapp zwei Jahre alt, hat ein neues Lieblingsessen: Plumpy´Doz. Sobald Souvanna ihre Mutter San mit dem weiß orangenen Becher sieht, indem die Erdnusspaste aufbewahrt wird, ist das Mädchen begeistert.

San lächelt ihre Tochter an. „Meiner Tochter schmeckt Plumpy´Doz wirklich sehr.“, erzählt San. „Täglich gebe ich ihr nach jeder Mahlzeit einen Löffel von Plumpy´Doz, so wie es mir die WFP-Mitarbeiter erklärt haben. Aber wenn Souvanna könnte, würde sie viel mehr davon essen.“

Seit Juni 2011 nehmen San und ihre Tochter am „Mutter und Kind Gesundheits- und Ernährungsprojekt“ von WFP teil, wo Mangelernährung der unter 2-Jährigen reduziert wird und schwangere und stillende Mütter dazu angeregt werden, Gesundheitszentren zu besuchen. San lebt in Ban Mokchong, einem Dorf mit nur 47 Haushalten in der Provinz Luangnamtha im Nordosten von Laos. Mit 17 hat sie geheiratet. Ihre Tochter Souvanna ist ihr erstes Kind.

„Ich bin sehr froh darüber, dass ich an diesem WFP-Programm teilnehmen kann.“, erzählt San. „Seit meine Tochter Plumpy´Doz bekommt, ist sie viel aktiver und kaum noch krank.“

Ihre kleine Tochter war eines der ersten Kinder, die die nahrhafte Zusatznahrung erhielt. Von ihrem sechsten Lebensmonat bis zu ihrem 2.Geburtstag erhält sie wie viele andere Kinder Plumpy´Doz als Zusatznahrung, damit sie alle Nährstoffe bekommt, um ihre physischen und mentalen Fähigkeiten zu entwickeln.

Der Schwerpunkt liegt vor allem auf den ersten 1.000 Tagen im Leben eines Kindes, denn die Zeit von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag ist die entscheidende Phase, um Mangelernährung vorzubeugen und die körperliche und geistige Entwicklung zu fördern.

Unterstützt werden die Frauen also vom ersten Tag ihrer Schwangerschaft an. Sie können vor und nach der Geburt kostenfrei Gesundheitszentren besuchen. Im Gesundheitszentrum von Mokchong, genauso wie in 67 anderen Zentren, die Teil des Programms sind, erhalten die Frauen Vorsorge- und Routineuntersuchungen und Informationen über Ernährung und Hygiene von speziell ausgebildetem Personal.

Nach der Geburt stellen Krankenschwestern sicher, dass Mutter und Kind wohlauf sind und impfen die Babys. Bei den letzten vier vor und den ersten zwei Besuchen nach der Geburt erhalten die Frauen außerdem Reis. Dadurch kommen mehr Mütter in die Kliniken und können ihre Ausgaben decken, da sie oft lange Wege bis in die Klinik zurücklegen müssen.

Erfolge des WFP und Ausblick

 

Seit Beginn des Projekts hat sich die Zahl der Frauen, die diese Gesundheitszentren besuchen, in manchen Gebieten sogar verdreifacht. 

WFP plant 2012, weitere 4 Kliniken und 42 weitere Dörfer in einer dritten Region in Laos zu erreichen. Bis zum Ende des Jahres wird so mehr als 5.200 Frauen und 16.300 Kindern geholfen.