Hoffnung für Mütter in Mogadischu

Veröffentlicht am 19 März 2012
Die meisten Menschen, die in Mogadischu leben, haben mit Hunger und Armut zu kämpfen. Sie gehören damit zu den 22 Prozent aller Somalier, die akut mangelernährt sind, der Notfall-Schwellenwert liegt bei 15 Prozent. Dennoch gibt es Orte der Hoffnung, wie das WFP-Ernährungszentrum in Shingani, einem Viertel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu, das über viele Jahre hinweg immer wieder durch Konflikte erschüttert wurde.
 In Shingani warten Mütter geduldig im Schatten vor dem Ernährungszentrum, das von WFP und seinen Partnern betrieben wird. Die Mütter wissen: ihre Kinder sind mangelernährt. Im Ernährungszentrum werden sie ‘Plumpy Sup’ bekommen, eine nahrhafte, angereicherte Erdnusspaste
 




 
Am Eingang des Ernährungszentrums steht eine Wage. Die garantiert, dass von jedem der Kinder das Gewicht gemessen und auf dem Anmeldeschein eingetragen wird. Darauf sind alle wichtigen Informationen vermerkt: Das erleichtert den Krankenschwestern die Arbeit, und hilft ihnen bei der Beratung der Mütter. 
 




 
WFP unterstützt die Frauen zusätzlich mit Nahrungsmittelrationen für die ganze Familie, die sie mit nach Hause nehmen können. Mangelernährte Mütter und Kinder kommen meist aus Familien, in denen alle Familienmitglieder damit zu kämpfen haben, genug Nahrungsmittel aufzutreiben. Durch die zusätzliche Familienration wird sichergestellt, dass die Spezialnahrung ‘Plumpy Sup’ wie beabsichtigt nur von Mutter und Kind gegessen werden. 
 
 

Am 3. Februar 2012 wurde die Hungersnot in Somalia offiziell für beendet erklärt. Das macht wieder einmal deutlich, wie sehr sich die Investition in humanitäre Maßnahmen auszahlt. Dank der Spendengelder, wie die der Europäischen Union und ECHO, hat WFP von Juli 2011 bis Januar 2012 durchschnittlich 1,1 Millionen Menschen monatlich unterstützt.


Die Hälfte der Betroffenen erhielt Ernährungshilfe und Familienrationen, wie auch im Shingani-Zentrum. Trotz allem ist die Ernährungssituation in Somalia weiterhin angespannt und Unterstützung dringend notwendig.