WFP erhöht die Unterstützung, um über zehn Millionen Menschen in der Sahelzone zu erreichen, wo im dritten Jahr in Folge eine Hungerkrise aufgrund von Dürre auftritt. Copyright: WFP/Koko Masseme
Situation: Bereits vor der aktuellen Krise war hier die Rate der Mangelernährung sehr hoch – im letzten Jahr waren 20 Prozent aller Kinder unter zwei Jahren mangelernährt. Unregelmäßiger Regen und Schädlingsbefall haben die Ernten im Zentrum und im Westen des Landes einbrechen lassen. Es fehlen mehr als 500.000 Tonnen Getreide. Aktuell liegen die Getreidepreise weit über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Situation: Unregelmäßige Regenfälle haben sich negativ auf das Weideland ausgewirkt und die landwirtschaftliche Produktivität sinken lassen. Die Ernährungssituation von etwa 25 Prozent der Haushalte (rund 700.000 Menschen) ist gefährdet. Der Osten und der Süden des Landes sind am meisten von der Krise betroffen. 2011 lagen die Ernteerträge 34 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Situation: In dem Teil des Tschads, der zur Sahelzone gehört, ist das Weideland wegen späten und geringen Regenfällen extrem trocken. Über eine Million Menschen hungert, weitere 2,5 Millionen sind akut gefährdet. Aufgrund der Lage im Inneren von Afrika, ist es eine enorme logistische Herausforderung, Hilfe in den Tschad zu transportieren.
Situation: Auch hier hat später Regen zu geringen Ernteerträgen geführt, die laut der Regierung 25 Prozent unter denen des Vorjahrs liegen. Die Preise für Hirse sind sehr hoch. Es wird geschätzt, dass 1.7 Millionen Menschen vom Hunger bedroht sind. Hinzu kommt, dass sich die Situation im Norden von Mali zusätzlich durch den Rebellenaufstand verschärft hat. Über 200.000 Menschen sind von dort in die Nachbarländer geflüchtet.
Situation: 40 Prozent des Landes sind von Ernteausfällen betroffen und die Getreideproduktion ist um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Fast 1,7 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht. Die Nahrungsmittelpreise sind drastisch gestiegen. Die Regierung hat eine Hungerkrise ausgerufen und um nationale und internationale Unterstützung gebeten.
Situation: Im Senegal sind über eine Million Menschen vom Hunger bedroht. Viele Haushalte haben begonnen, die Zahl ihrer täglichen Mahlzeiten zu reduzieren. In den am schlimmsten betroffenen Gegenden verkaufen die Menschen bereits ihr Vieh. Zu den schlechten Ernteerträgen kommen hohe Nahrungsmittelpreise hinzu. Die Trockenphase hat in diesem Jahr früh begonnen.
Situation: In den nördlichen Regionen des Landes lag die Getreideproduktion unter den Erträgen des Vorjahres, mit einem Gesamtverlust von 119,500 Tonnen. Die Rate der Mangelernährung überschreitet in diesen Regionen den kritischen Schwellenwert von 10 Prozent. Die Situation wird sich während der Trockenzeit weiter verschärfen.
Situation: Die gambische Regierung hat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten, um die Ernteausfälle und die stark steigenden Nahrungsmittelpreise zu bewältigen. Schätzungen zufolge ist die landesweite Getreideproduktion im Vergleich zum Jahr 2010 um 62 Prozent eingebrochen. Mehr als 600.000 Menschen sind gefährdet.