Mali: WFP-Ernährungshilfe für vertriebene Familien

Veröffentlicht am 18 Dezember 2012

Foto Boot: Viele vertriebene Familien sind mit diesen Booten auf dem Weg nach Mopti, einer Stadt in Zentral-Mali. Dort hat WFP eine Verteilungsstation eingerichtet, um die Familien aus dem Norden des Landes mit Ernährungshilfe zu unterstützen. Copyright: WFP/Jane Howard

Seit der Konflikt in Mali dieses Jahr ausbrach, wird der Norden des Landes von bewaffneten Gruppen kontrolliert. Über 400.000 Menschen sind betroffen: die Hälfte von ihnen wurde aus ihren Dörfern vertrieben, die andere Hälfte hat bereits das Land verlassen. Dadurch verschlechtert sich die anhaltende Hungerkrise, die seit der Dürre in der Sahelregion anhält. Trotz der logistischen Schwierigkeiten und der fehlenden Sicherheit hilft WFP diesen vertriebenen Familien mit Notrationen.

Mopti – Viele malische Familien erreichen die Stadt Mopti, nachdem sie aus dem Norden des Landes fliehen mussten. Ihr erster Stop in Mali ist oft die Verteilungsstation von WFP.

Die meisten der Vertriebenen sind bei Gastfamilien untergekommen, aber manche von ihnen haben auch in provisorischen Notunterkünften Zuflucht gefunden. In der Wailirde Schule wurde jetzt zusätzlich ein Zelt errichtet, um all die neuen Ankömmlinge unterzubringen. Hier finden 272 vertriebene Kinder und acht Lehrer Zuflucht.

Mali erholt sich langsam von einer sehr schweren Dürre – die Rate der Mangelernährung ist sehr hoch. Im letzten Jahr hat WFP 1,2 Millionen Menschen in ganz Mali mit Ernährungshilfe unterstützt, 270.000 davon im Norden Malis, der aufgrund der Sicherheitslage für humanitäre Helfer nur schwer zugänglich ist. Deshalb hat sich WFP mit einigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) organisiert, um Mangelernährung bei Müttern und Kleinkindern vorzubeugen.

Amadou Niangaly ist Direktor der örtlichen Bildungsbehörde und ist dankbar für die Hilfe von WFP. Jetzt erhalten die Kinder zwei Mahlzeiten täglich in der Schule. „Die Schüler kamen hungrig hierher. Das Problem ist nur, wenn sie einen leeren Magen haben, können sie sich nicht konzentrieren.“, sage  Amadou Niangaly. „Es herrscht eine echte Notsituation.“ Copyright: WFP / Jane Howard

 

Dieser Junger erhält jetzt Frühstück und Mittagessen von WFP in der Schule. Insgesamt erhalten 272 Kinder in dieser Schule Schulmahlzeiten von WFP. Copyright: WFP / Jane Howard

 

 

   

Träger sind damit beschäftigt, die Boote mit Nahrungsmitteln zu beladen. Sobald die Boote beladen sind, fahren sie nach Timbuktu im Norden Malis. Jedes der Boote kann zwischen 30 und 90 Tonnen Nahrungsmittel transportieren. Die Boote stellen eine sichere und schnelle alternative Transportmöglichkeit zur Straße dar. Copyright: WFP / Jane Howard

 

Ali Adjawiyakoye ist 63 und hat acht weitere Familienmitglieder in seinem Haus aufgenommen. Jetzt wohnen 15 Leute mit ihm unter seinem Dach. Deshalb hat er ein größeres Haus angemietet, aber sie sind mit der Miete bereits drei Monate im Rückstand. Einige Familienmitglieder müssen im Hof ohne Moskitonetze schlafen, weil im Haus einfach nicht genug Platz ist. Aber er sagt: „Es ist meine Pflicht, natürlich nehme ich meine Familie auf.“ Copyright: WFP / Jane Howard

 Omou ist Mutter von Zwillingen. Sie sagt: “Ich musste wegen der anhaltenden Gewalt und der vielen Schüsse fliehen. Es war wie im Krieg. Hier fühle ich mich sicherer und erhalte Reis und Bohnen.“ Copyright: WFP / Jane Howard