Resilienz – Stark gegen den Klimawandel

Veröffentlicht am 21 Dezember 2015

Die meisten armen Menschen auf der Welt sind für ihren Lebensunterhalt von der Landwirtschaft abhängig und leben oft in Regionen, die besonders von klimatischen Schocks wie Fluten, Stürmen und Dürren bedroht sind. WFP hat innovative Lösungen entwickelt, um Betroffenen nicht erst nach einer Katastrophe zu helfen, sondern ihre Widerstandsfähigkeit – ihre Resilienz – bereits im Vorfeld zu stärken.  

Hunger Ursachen

„Resilienz“ bedeutet Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen. Eine resiliente Gemeinde ist beispielsweise in der Lage, eine Dürreperiode zu überstehen, ohne hungern zu müssen. Stärkt man die Resilienz einer Gemeinde, anstatt ihnen erst nach einer Klimakatastrophe zu helfen, können außerdem bis zu 50 Prozent der Kosten humanitärer Hilfe eingespart werden. In Zusammenarbeit mit Regierungen und NGOs hat WFP Strategien entwickelt, Menschen gegen Klimaschäden zu schützen. Wir stellen Ihnen fünf Lösungsansätze vor: 

Frühwarnsysteme und Gefahrenanalyse

 

In Kooperation mit Meteorologen versendet WFP Wetterberichte per SMS oder über das Radio an Kleinbauern weltweit. So können sie sich besser auf mögliche Klimaveränderungen vorbereiten und ihren Besitz, Vieh sowie Ernten schützen. Wetteranalysen helfen Landwirten auch, ihre Ernte langfristig an neue Klimabedingungen anzupassen, indem sie zum Beispiel Saatgut verwenden, das resistenter gegen Trockenheit ist. 

Bildung

 

Mit Schulungen über Pflanzen, Damm- und Kanalbau hilft WFP  Kleinbauern ,ihre Ernte produktiver zu gestalten. Die Teilnehmer der Programme lernen, welche Baumarten zum Beispiel gegen Bodenerosion schützen und wie sie ihre Äcker am besten bestellen. WFP bildet auch landwirtschaftliches Fachpersonal aus, die beispielsweise lernen, woher sie Wetterinformationen bekommen, wie sie diese interpretieren und sie an ihre an Gemeinden weiterleiten.  

Abschwächung des Klimawandels

 

Wälder sind die Lunge unserer Erde. Aufforstung wirkt einem hohen CO2-Wert entgegengewirkt und reduziert somit den Treibhauseffekt. Weltweit pflanzte WFP bisher mehr als 5 Milliarden Bäume. Allein innerhalb des äthiopischen Projekts MERET rehabilitierte WFP seit 1980 eine Million Hektar Land durch den Anbau an Terrassen. Das verbesserte die Ernährungssicherheit der Haushalte um 50 Prozent.

Soziale und Finanzielle Sicherungssysteme

 

Wenn Bauern während guter Erntezeiten in Versicherungen einzahlen, sind sie besser gegen Einkommensausfälle durch Wetterdesaster oder auch Krankheite geschützt. Aus diesem Grund hilft WFP Regierungen, Versicherungssysteme zu etablieren und unterstützt Mikro-Kreditinstitute. So können Bauern Geld anlegen, das sie nach einiger Zeit in bessere Technologie investieren können, um langfristig Erträge zu steigern und sich auch einen finanziellen Puffer für Krisenzeiten anzulegen. 

Frauen stärken

 

In Entwicklungsländern bauen Frauen 60 bis 80 Prozent aller Nahrungsmittel an, dennoch verfügen sie über weitaus weniger Land und finanzielle Mittel als Männer. Hätten sie dieselben Ressourcen für die Landwirtschaft, könnte die Zahl der Hungernden weltweit um 100 bis 150 Millionen Menschen sinken. In Bangladesch bringt WFP beispielsweise Frauen bei, wie man Getreide am Hang anbaut – so ist es besser gegen die Fluten des Monsuns geschützt. Neben der Resilienz ihrer Gemeinde stärkt das auch ihre Selbstbestimmung.


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