Fünf Stimmen aus Syrien und den Nachbarländern: Wer sind die Menschen, die WFP auch dank deutscher Hilfe unterstützt?

Veröffentlicht am 27 Januar 2016

Durch die Rekordzuwendung der Bundesregierung unterstützt WFP nicht nur syrische Flüchtlinge mit Ernährungshilfe, sondern kann ihnen auch ein Stück Hoffnung geben. Foto: WFP/ Jonathan Dumont

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Auswärtige Amt (AA) haben WFP 2015 mit 137 Millionen Euro unterstützt, um den Menschen in Syrien und den Nachbarländern zu helfen – so viel wie nie zuvor. Unsere Kollegen vor Ort haben mit den Frauen, Männern und Kindern gesprochen, die WFP-Ernährungshilfe bekommen, und sie gefragt: „Was gibt dir Hoffnung? Was fehlt dir am meisten?“.

Mohammed

Mohammed aus SyrienFoto: WFP/Dina El-Kassaby, Syrien

„Meine Frau und ich haben unseren erstgeborenen Sohn Abdel Wahab nach einem bekannten Sänger benannt. Ich hoffe, er wird in einem friedlichen Syrien aufwachsen und über unser Land singen, wenn er älter ist.“ 

Mohammed ist in Syrien auf der Flucht. Er kommt aus Darayam, einer Kleinstadt nahe Damaskus. Heute lebt er mit seinen Eltern, seiner Frau, seinen Kindern und seinen Geschwistern in einer Einzimmerwohnung in Damaskus. Es ist schwierig für Mohammed eine Arbeit zu finden, um über die Runden zu kommen. Manchmal hat er Glück und er bekommt einen Gelegenheitsjob und kann so ein wenig Geld für die Miete oder Windeln für seinen Sohn verdienen.

Alaa

Die 9 jährige Alaa hat den Traum einmal Apothekerin zu werden.Foto: WFP/Dina El-Kassaby, Syrien

„Ich möchte Apothekerin werden. Dann kann ich nämlich Kindern, die krank werden, Medizin geben.“

Alaa ist 9 Jahre alt und in Syrien auf der Flucht. Sie und ihre Familie wurden schon mehrfach vertrieben und mussten immer wieder umziehen. Dieser Stress hat sich negativ auf Alaas Immunsystem ausgewirkt, sie ist häufig krank. Das Mädchen möchte Apothekerin werden, damit sie anderen Kindern helfen kann, die in einer ähnlichen Situation sind. 

Haifa

Haifa denkt oft an die Zeit vor dem Krieg.Foto: WFP/Laure Chadraoui, Libanon

„Mir fehlen die Picknicke, die wir immer mit der Familie und Freunden gemacht haben. Ich muss oft an diese Momente denken, aber ich verliere kein Wort darüber.“ 

Haifa kommt aus Deir Ezzor, Syrien. 2010 ist sie in den Libanon gereist, um dort Verwandte zu besuchen. Kurze Zeit später brach der Konflikt in Syrien aus. Sie wollte wieder zurück in ihr Heimatland, doch was für Haifa als Reise begann, endete für sie in mittlerweile fünf Jahren Vertreibung. 

Fuad

Fuad möchte sobald der Krieg endet ein Haus bauen.Foto: WFP/Berna Cetin, Türkei

“Der Geruch der Kiefern im Wald nahe meines Dorfes. Ich werde dort ein Haus bauen, wenn ich zurückkomme.“ 

Fuad verließ sein zu Hause in Lattakia (Syrien) vor vier Jahren und flüchtete mit seiner Frau und ihren fünf Kindern in die Türkei. Dort leben sie mit über 9.000 andern syrischen Flüchtlingen im Flüchtlingscamp Osmaniye im Südosten des Landes. 

Iman

Iman möchte wieder in ihrer Küche wieder kochen.Foto: WFP/Laure Chadraoui, Libanon

„Mir fehlt mein zu Hause und meine Küche in der ich immer leckere syrische Gerichte gekocht habe.“ 

Iman ist 25 Jahre alt. Vor gut eineinhalb Jahren flüchtete sie mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern aus Aleppo – unter dem Arm nur das Nötigste, was sie tragen konnten. Momentan lebt Iman mit ihrer Familie im Libanon. Das Land hat rund 1,1 Millionen Syrische Flüchtlinge aufgenommen.

 

Dank der frühen und zum Teil mehrjährigen Hilfen des BMZ und des AA, kann WFP auch zu Jahresbeginn die dringend benötigte Ernährungshilfe leisten. Helfen auch Sie den Menschen in Not, um ihre Hoffnung aufrechtzuerhalten. 

Spenden Sie jetzt!