Hunger kann zu Konflikten und Unruhen führen. Das zeigt auch das alte Sprichwort: „Ein hungriger Mensch ist ein wütender Mensch."

John Kikandi wurde von einer bewaffneten Gruppe angeheuert, als er 15 Jahre alt war. Er wurde ein Kindersoldat. Schnell merkte er, dass es eigentlich nur um den Kampf um Essen ging – egal, was seine Vorgesetzten auch über ihre politischen Forderungen sagten. Letztes Jahr ist die Gruppe zersplittert und jetzt beginnt John – mit Hilfe von WFP – ein normales Leben als Jugendlicher.
Es gibt aber auch aktuellere Beispiele für die Auswirkungen von Hunger: Nach dem Regierungswechsel in Haiti 2008 demonstrierten tausende Menschen aufgrund der hohen Nahrungsmittelpreise.
Das US-Außenministerium schätzt, dass zwischen 2007 und 2009 mehr als 60 Unruhen aufgrund von hohen Nahrungsmittelpreisen und Hunger ausgelöst wurden. Hohe Nahrungsmittelpreise gelten auch als eine der Ursachen für die Unruhen im arabischen Raum, die zum arabischen Frühling 2011 führten.
Gleichzeitung bedeutet der Zusammenhang von Hunger und politischer Instabilität, dass Ernährungshilfe in Krisenzeiten den Friedens- und Sicherheitsprozess unterstützen kann. Sind in Zeiten der Unruhe die menschlichen Grundbedürfnisse, wie zum Beispiel Nahrung, gedeckt, kann sich die Situation merklich entspannen.
Diese Ansicht wurde bereits von vielen prominenten Politikern betont. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl vor, und möchten Sie auffordern, die Botschaften über Twitter zu verbreiten.
US Präsident Barack Obama
„Wenn wir Mangelernährung und Hunger auf der ganzen Welt reduzieren, fördern wir internationalen Frieden und Sicherheit – und somit auch die nationale Sicherheit der USA.“ Mai 2012 Tweet
UN Generalsekretär Ban Ki-moon
„Eine Welt ohne Hunger würde das wirtschaftliche Wachstum und den Umweltschutz erhöhen und auch die Armut reduzieren - und Frieden und Sicherheit auf der Welt fördern.“ Juni 2012 Tweet
EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz Kristalina Georgieva
„Hunger verhindert die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, es entsteht ein Teufelskreis aus Hunger, Armut und Instabilität. Den Hunger zu lösen, stellt eine der wichtigsten Aufgaben von heute dar.“ Juni 2012 Tweet