WFP hilft Familien im Gazastreifen

Veröffentlicht am 22 November 2012

Trotz des anhaltenden Konflikts in der Region hat WFP die reguläre Verteilung von Nahrungsmitteln in Gaza fortgesetzt. Copyright: WFP/ Eman Mohammed

Angesichts des anhaltenden Konflikts in Gaza leistet WFP für die betroffenen Familien weiterhin Ernährungshilfe, um sicher zu stellen, dass die Familien in den umkämpften Gebieten nicht hungern müssen. WFP beobachtet die Situation genau und ist vorbereitet darauf, zusätzliche Hilfe zu leisten, falls sich die humanitäre Situation verschlechtern sollte.
Während die Kämpfe in Gaza anhalten, hat WFP während der letzten zwei Tage Notrationen an mehr als 30.000 Menschen verteilt. So soll verhindert werden, dass sich die Lage in der ohnehin für Hunger anfälligen Region durch den Konflikt verschlechtert.
 
„Wir sind tief besorgt über die Situation in Gaza und werden weiterhin die am stärksten von der Gewalt betroffenen Haushalte unterstützen,“ sagt WFP-Landesdirektor in den besetzten palästinensischen Gebieten Pablo Recalde.

Anhaltende Blockade
Der Gazastreifen ist ein dicht besiedeltes Gebiet, in dem ca. 1,7 Millionen Menschen leben – seit 2006 unter der Blockade. Die stagnierende Wirtschaft und die sich ausbreitende Armut machen es der Bevölkerung schwierig, sich ausreichend mit nahrhaftem Essen zu versorgen.
Die Blockade des Gazastreifens erschwert den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Menschen. Die Bewohner des Gazastreifens versorgen sich über einen unterirdischen Tunnel nach Ägypten mit lebenswichtigen Gütern.

Genau hinsehen
WFP beobachtet die lokalen Märkte sehr genau. In Gaza, ein Gebiet das ohnehin sehr durch Ernährungsunsicherheit gefährdet ist, könnte der Hunger zunehmen, wenn die Menschen ihr zu Hause nicht verlassen können, den Geschäften die Nahrungsmittel ausgehen oder den Banken das Geld.

WFP verfügt über ausreichende Nahrungsmittelvorräte in den Lagerhallen in Gaza, um 285.000 Menschen für einen Monat zu helfen. Dies sind rund 60 Prozent der Bevölkerung, Flüchtlinge ausgenommen. Die Vorräte bestehen unter anderem aus Brot und mit Nährstoffen angereicherten Dattelriegeln

Wenn nötig, gibt es außerhalb des Gebietes genügend Nahrungsmittel, um den Bewohnern für weitere zwei Monate zu helfen. Allerdings ist der Zugang in den Gazastreifen für humanitäre Helfer und Güter bereits unter normalen Umständen eine Herausforderung. Für WFP ist es deshalb entscheidend, inwiefern Hilfe geleistet werden kann, sollte der Konflikt eskalieren.