WFP-Nothilfe nach Hurrikan Matthew

Veröffentlicht am 14 Oktober 2016

Schnelle Hilfe nach dem verheerenden Hurrikan: WFP unterstützt die Bedürftigsten mit Notrationen, die u.a. Reis, Hülsenfrüchte und Speiseöl umfassen. Foto: WFP/Baptiste Icard

WFP unterstützt die Regierung Haitis dabei, dringend benötigte Hilfsgüter für 800.000 Menschen in Gebieten zu bringen, die von Hurrikan Matthew getroffen wurden. In Haiti verloren mehr als 470 Menschen ihr Leben, nachdem der Wirbelsturm die Insel am 4. Oktober erfasste. Aktuell benötigen rund 1,4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

Die Katastrophe löste schwere Überflutungen und Erdrutsche aus, zerstörte Ernten, Straßen und Gebäude und schnitt Haiti sowie Ost-Kuba von der Wasser- und Stromversorgung ab.

Das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UNOCHA) schätzt, dass 1,4 Millionen Menschen umgehend humanitäre Hilfe benötigen.

Als der Hurrikan die Insel traf, waren bereits 3.450 Tonnen Nahrungsmittel, darunter Reis, Hülsenfrüchte und Speiseöl, auf der Insel vorrätig – weshalb WFP schnell auf die Not der Bevölkerung reagieren konnte. In Kooperation mit der haitischen Regierung und anderen internationalen Organisationen hat WFP die Hilfe ausgeweitet und bereits mehr als 450.000 Menschen per Lastwagen, Hubschrauber oder Schiffen erreicht. WFP plant, insgesamt 800.000 Menschen in den am schwersten betroffenen Regionen Grand-Anse und im Süden zu unterstützen. 

Schon am 7. Oktober konnte WFP humanitäre Helfer und Hilfsgüter in betroffene Gebiete mittels eines gecharterten Helikopters bringen. Sechs spezielle Zelte dienen Helfern als mobile Lager für die Lebensmittel. Drei davon werden jeweils in Les Cayes und Jérémie eingesetzt.

WFP lagerte in Jérémie weitere 25 Tonnen Nahrungsmittel, da dort ein Schulmahlzeiten Programm umgesetzt wird. Mit Erlaubnis der jeweiligen Geber wurden die Vorräte für die Nothilfe freigegeben und stehen jetzt zur Verteilung innerhalb der nächsten Tage bereit.

WFP fliegt insgesamt 30 Tonnen Energiekekse in die Karibik, um die bedürftigsten Menschen zu erreichen. Energiekekse sind in Notfällen besonders praktisch, weil viele Familien ihre Häuser, ihr Lebensgrundlage und damit die Möglichkeit zu kochen verloren haben.

Auch der Osten Kubas ist im Zuge des Hurrikans stark verwüstet, in einigen Gebieten wurden Anbauflächen und Nahrungsmittelproduktion komplett zerstört. Die Provinz Guantanamo traf es am stärksten, vor allem in Baracoa, Maisi, Imias und San Antonio del Sur. In der Altstadt von Baracoa sind 90 Prozent der Häuser beschädigt. WFP startete deshalb einen Nothilfeeinsatz für 180.000 Menschen, die besonders schwer betroffen sind. Der Einsatz wird vor allem schwangeren und stillenden Müttern, Kindern unter drei Jahren und Erwachsenen über 65 helfen.

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