Wie WFP die Ernährung von Kindern im Südsudan verbessert

Veröffentlicht am 15 Januar 2016

„Ich möchte nicht, dass mein Kind krank wird", sagt Mary Akol, die mit ihrem Sohn Manyoul Nyong ins Gesundheitszentrum von Maduany gekommen ist. Foto: WFP/George Fominyen

Als der zweijährige Manyoul Nyong krank wurde und nicht mehr essen wollte, ist seine Mutter Mary Akol schnell mit dem kleinen Jungen zum lokalen Gesundheitszentrum gefahren. Als sie im Gesundheitszentrum von Maduany ankam, sah Akol, dass sich bereits Dutzende Mütter mit ihren Kindern eingefunden hatten. 

Viele Mütter kommen regelmäßig nach Maduany im südsudanesischen Bundesstaat Nord Bahr el Ghazal. Sie lassen im Gesundheitszentrum ihrer Kinder auf Unterernährung testen und lernen dort gleichzeitig, wie sie durch richtige Ernährung und Hygienemaßnahmen dafür sorgen können, dass die Kleinen gesund bleiben. Einige Kinder bekommen im Gesundheitszentrum angereicherte Spezialnahrung vom UN World Food Programme (WFP), um Unterernährung vorzubeugen und diese zu behandeln.

„Ich bin hierhergekommen, weil es meinem Baby nicht gut geht. Die Menschen hier haben mir vom Ernährungsprogramm erzählt, für das ich mich jetzt registriert habe“, erzählt Akol. „Mein Baby wurde untersucht und wird jetzt wie die anderen Kinder betreut und behandelt. Und ich kann lernen, wie ich dafür sorge, dass er gesund bleibt.“

 Foto: WFP/Peter Gume

Die Zahl der Menschen, die im Südsudan akut an Hunger leiden, ist weiterhin alarmierend hoch. In vielen Teilen des Landes ist der Grenzwert für einen humanitären Notfall (das bedeutet: über 15 Prozent der Bevölkerung sind unter- oder mangelernährt) bereits weit überschritten. Betroffen sind vor allem die Staaten Upper Nil, Barh el Ghazal und Warrap, die vom Konflikt erschüttert sind.

Um eine Katastrophe zu verhindern, muss WFP die Nothilfe weiter ausweiten. Hierzu gehört auch der Ausbau von Ernährungsprogrammen, die Menschen durch Vorsorgemaßnahmen und durch die Behandlung von Unterernährung unterstützen.

 „Ich möchte wiederkommen und mehr über Ernährung erfahren“, sagt Akol nach ihrem Besuch im Gesundheitszentrum. „Ich möchte nicht, dass mein Kind krank wird und ich danke den Menschen hier für ihre Hilfe.“

Gemeinsam mit UNICEF will WFP zudem seine Aufklärungsarbeit auf Gemeindeebene ausweitem. Zum Beispiel sollen durch auch Hausbesuche eingeführt werden, um auch abgelegene Dörfer zu erreichen.

 „Wir wollen aktiv auf die Menschen zugehen und nicht darauf warten, dass sie in Kliniken erscheinen“, erklärt Darline Raphael, Leiterin des WFP-Ernährungsprogrammes im Südsudan.

2015 konnte WFP dank einer Zuwendung des Auswärtigen Amts rund 31.380 Kinder im Alter von 6-23 Monaten mit CSB++, einer speziell angereicherten Mais-Soja-Mischung, unter anderem in Gesundheitszentren wie Maduany unterstützen.

 

Unterstützen auch Sie Familien im Südsudan mit Ihrer Spende
de.wfp.org/nothilfe