Hunger in Afrika


Hunger in Afrika

Fast jeder vierte Afrikaner hungert. Der Anteil der hungernden Bevölkerung ist so hoch wie auf keinem anderen Kontinent. Hier erklären wir Ihnen, woran das liegt und wie der Hunger in Afrika besiegt werden kann.

Hunger in Afrika

Wie viele Menschen hungern in Afrika und welches sind die am schwersten betroffene Regionen? Worin liegen die Gründe, dass gerade Afrika so stark Hunger leidet? Wie ist die Lage in einzelnen Ländern? Das und vieles mehr können Sie auf dieser Seite erfahren.

Die folgende Karte zeigt die Hungersituation in Afrika. Dargestellt wird der Anteil der Hungernden an der Gesamtbevölkerung, aufsteigend von hellblau, gelb, orange, hellrotrot bis dunkelrot. Für graue Bereiche existieren keine Daten.

Karte zum Hunger in Afrika

Übersicht Karte Hunger in Afrika

Fakten zum Hunger in Afrika

  • Von 795 Millionen Hungernden weltweit leben 232,5 Millionen in Afrika. (State of Food Insecurity, 2015)Mutter und Kind im Südsudan
  • Über die Hälfte der Hungernden lebt in Asien, fast ein Drittel der Hungernden lebt auf dem afrikanischen Kontinent.  
  • In Afrika ist jedoch der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung mit 20 Prozent am höchsten. (State of Food Insecurity, 2015)
  • Die Gründe für Hunger in Afrika sind unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels, Umweltzerstörung, Krieg und bewaffneter Konflikt, stark wachsende Bevölkerungen und Staatsverschuldung, sowie Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria.
  • Nach Schätzungen der Weltbank leben 45 bis 50 Prozent der Gesamtbevölkerung Afrikas südlich der Sahara unterhalb der Armutsgrenze. Die Region ist deshalb Schulkinder in Afrikaoffiziell die ärmste Region der Welt.

  • Etwas mehr als 30 Prozent der Kinder in Afrika leiden unter den Folgen von Mangelernährung wie Stunting – Wachstumshemmungen, die in einer zu geringen Körpergröße im Vergleich zu Gleichaltrigen resultieren.
  • Burundi, Eritrea, die Komoren, Sudan/Südsudan und der Tschad sind in Afrika am stärksten vom Hunger betroffen. (IFPRI 2013 Global Hunger Index). Für Länder wie Somalia und die Demokratische Republik Kongo fehlen zuverlässige Daten. Die letzten Hungersnöte haben bis auf die Demokratische Volksrepublik Nordkorea alle in afrikanischen Ländern stattgefunden.

Frauen in BurundiSchlechte Nachrichten 

Eher negative Entwicklung gibt es in den Komoren, Swasiland und Burundi. Diese Länder haben kaum Fortschritte seit 1990 gemacht und sind bei dem Global Hunger Index schlechter platziert als vor 23 Jahren (IFPRI 2013). Seit der Entwicklung zum Frieden in Burundi 2003 beginnt das Land langsam Fortschritte zu machen, die Zahl der Unterernährten bleibt dennoch erschreckend hoch.

Gute Nachrichten im Kampf gegen den HungerSchulkinder im Norden von Ghana

Beispielsweise kann Ghana im Kampf gegen Hunger seit 1990 echte Fortschritte vorweisen. Waren damals noch 44 Prozent der Bevölkerung unterernährt, sind es heute unter 5 Prozent. Jedoch ist die Ernährungssituation nicht überall gleich –  im nördlichen Teil des Landes sind noch vier von zehn Kindern unter zehn Jahren mangelernährt. In Benin sank der Anteil der hungernden Bevölkerung im gleichen Zeitraum um fast 66 Prozent. 

 
Bitte helfen Sie WFP, den Hunger in Afrika zu bekämpfen: de.wfp.org/spenden