Frauen: die Lösung im Kampf gegen den Hunger



Starke Partnerinnen im Kampf gegen Hunger: Eine Schulausbildung an der Elfenbeinküste zu absolvieren, bessere Ernteerträge in Mauretanien einzufahren oder den Wiederaufbau nach dem Konflikt auf den Philippinen zu unterstützen, all dies sind nur wenige Beispiele für die zahlreichen Herausforderungen von Millionen Frauen in Entwicklungsländern weltweit.

Als Mütter, Bäuerinnen, Lehrerinnen und Unternehmerinnen hängt vieles von ihrem Erfolg ab. So ist belegt, dass Frauen bei gleichberechtigtem Zugang zu Bildung, Ausbildung und technischen Mitteln, die Lebensgrundlage ihrer Familien verbessern und neue Impulse für die lokale Wirtschaft setzen.

Wie WFP Frauen hilft, sich selbst zu helfen

 

1. Schulungen und „Cash for Work“ Programme für Geschäftsfrauen und Bäuerinnen

Studien zeigen, dass Frauen in Afrika bis zu 90 Prozent ihres Einkommens in ihre Haushalte re-investieren, verglichen mit 30 bis 40 Prozent bei Männern. In vielen Ländern ist Landwirtschaft traditionell Frauensache:  Sie bauen zwischen 60 und 80 Prozent der Nahrungsmittel an, obwohl sie über weniger Land und Kredite verfügen als Männer. WFP unterstützt Frauen mit Trainings, Schulungen und „Food/Cash for Work“ Programmen, bei denen sie mit Nahrungsmitteln oder Bargeld entlohnt werden.  Dabei leisten sie Arbeit, die der ganze Gemeinde zugute kommt, beispielsweise bauen sie Bewässerungssysteme, Dämme oder Schulen. In Trainings lernen Frauen verbesserte Anbaumethoden und können so später mehr ernten, ihre Familien besser ernähren und Überschüsse an den lokalen Märkten verkaufen.

2. Ernährungshilfe für Frauen in Konfliktsituationen

Besonders in Krisen- und Konfliktsituation sind Frauen besonders gefährdet, obwohl sie in ihrer Rolle als Versorgerinnen dann wichtiger denn je sind. Frauen die Rückkehr ins eigene Dorf zu erleichtern, und sie mit Hilfsmitteln und Schulungen für den Wiederaufbau zu unterstützen, kann den Neubeginn der ganzen Gemeinde in Gang setzen. Die Erfahrung von WFP bestätigt: Frauen gehen verantwortungsbewusster mit Nahrungsmitteln um und sorgen eher dafür, dass alle Familienmitglieder so gut wie möglich versorgt sind. Frauen sind deshalb effektive und verlässliche Partner im Kampf gegen den Hunger. Lesen Sie hier, wie Frauen in Äthiopien ihre Gemeinden überzeugen konnten, Flüchtlingsfamilien aus Somalia aufzunehmen und das wenige Essen, das sie haben, mit ihnen zu teilen.

Schulessen in Bolivien3. Schulspeisungen für Mädchen

Zwei Drittel aller 75 Millionen Schulkinder weltweit, die keinen Zugang zu Bildung haben, sind Mädchen. WFP hilft deshalb besonders Mädchen, den Teufelskreis aus Hunger und Armut zu durchbrechen. Dank der weltweiten WFP-Schulspeisungsprogramme haben mehr Mädchen die Chance, eine zu Schule besuchen. Die Folgen sind gleich doppelt positiv: nicht nur die Bildung der Mädchen steigt, sondern Frauen mit Schulausbildung bringen auch gesündere Kinder zur Welt, die wiederum selbst eine höhere Chance auf Bildung haben.
 

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