Hunger - Hotspots weltweit


Hotspots

Drei Notsituationen erfordern zurzeit unsere Aufmerksamkeit. Die Konflikte in Syrien, Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik gefährden vor allem Frauen und Kinder. Jede Situation ist einzigartig, aber es gibt eine gemeinsame Bedrohung – Hunger. Bitte informieren Sie sich hier und spenden Sie noch heute.

Zentralafrikanische Republik

Hotspot Zentralafrikanische Republik

Die Zentralafrikanische Republik ist mit einer Hungerkrise konfrontiert, die sich stetig verschlimmert. Kämpfe haben hunderttausende Menschen vertrieben, die Wirtschaft des Landes ist zusammengebrochen. Viele der muslimischen Händler sind geflohen, sodass die bisherigen Wege, auf denen sich die Einwohner mit Nahrung versorgt haben, nicht mehr existieren. 

In Zentralafrika suchen die Menschen Schutz in provisorischen Lagern, die sie nahe der Hauptstadt Bangui aber auch im ländlichen Norden errichtet haben. Zugleich ist aus der Krise eine regionale geworden, tausende Familien sind aus Angst vor der Gewalt in die Nachbarländer geflohen.  

Trotz der anhaltenden Gefahr konnte WFP im Juni über 400,000 Vertriebenen im Land mit Notrationen helfen. Auch statten wir die Menschen, die weiterhin Zugang zu Land haben und und Nahrung anbauen können, zusammen mit unserer Schwesterorganisation FAO mit Saatgut, Werkzeugen und Essen aus. Unser Ziel ist, die Hilfsoperationen im gesamten Land weiter auszubauen und 2014 mehr als 1 Million Betroffene zu unterstützen.  

 

Südsudan

Südsudan

Mehr als 1,4 Millionen Menschen, die durch die jüngste Gewalt innerhalb des Südsudan vertrieben worden, erhielten von WFP und Partnerorganisationen im Juni Ernährungshilfe. Angesichts der Tatsache, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtert, will WFP bis Ende des Jahres 3,5 Millionen Menschen unterstützen.

Die Krise treibt Millionen Menschen in den Hunger – da Handelswege und Märkte gestört sind, selbst in Gebieten des Landes, die nicht direkt von Kämpfen betroffen sind. Der Konflikt hat bereits so viel Schaden angerichtet, dass Hunger in den kommenden Monaten zu einer noch größeren Bedrohung wird. Zahlreiche Menschen werden über Monate – wenn nicht länger – auf Ernährungshilfe angewiesen sein. Allein im Norden des Unity State leiden laut jüngsten Untersuchungen bis zu drei Viertel der Menschen stark Hunger.

Die Kämpfe beeinträchtigen zudem die Hilfsbemühungen stark. WFP ruft alle Konfliktparteien auf, den Hilfsorganisationen besseren Zugang zu gewähren, damit die Zivilisten Unterstützung erhalten. Darüber hinaus fehlen WFP neben der Möglichkeit, zu den Menschen zu gelangen, in den nächsten sechs Monaten mehr als 450 Millionen US-Dollar, um im Südsudan und den Nachbarländern Hilfe zu leisten und eine Hungersnot noch abzuwenden.

 

Syrien

Syrien

Millionen Syrer leben nun schon seit drei Jahren in einem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass fast die Hälfte der syrischen Bevölkerung keinen gesicherten Zugang zu Nahrung hat. WFP ist zunehmend besorgt über die Ernährungslage der Menschen, die in schwer erreichbaren Gegenden leben. Auch beunruhigt uns eine drohende Dürre im Nordwesten Syriens, die starke Folgen für die nächste Getreideernte haben könnte.

WFP weitet die Hilfe aus, um 2014 mehr als 7 Millionen Syrer mit Nahrung zu erreichen – davon rund 4 Millionen Menschen in Syrien und 3 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern. In Syrien verteilt WFP Notrationen, die unter anderem Mehl, Speiseöl, Hülsenfrüchte und Konserven enthalten. 

Zugleich unterstützen wir  syrische Flüchtlinge im Irak, im Libanon, in Ägypten und der Türkei, meist durch Nahrungsmittelgutscheine. Flüchtlingskinder erhalten in der Schule nahrhafte Snacks. Der Einsatz in Syrien ist das größte und komplexeste Nothilfeprogramm des WFP weltweit.

 


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