Hunger-Hotspots weltweit


Hotspots
Nie zuvor war WFP mit so vielen Krisen konfrontiert: Konflikte in Syrien und im Irak sowie im Südsudan, in Nigeria und im Jemen treffen vor allem die bedürftigsten Familien schwer.  Alle diese Krisen sind einzigartig – doch es gibt eine gemeinsame Bedrohung: Hunger. Erfahren Sie hier, wie WFP den Betroffenen hilft und spenden Sie noch heute.

Syrien

 

In Syrien verschlechtert sich die humanitäre Lage nach sechs Jahren Bürgerkrieg weiter. Insbesondere in stark umkämpften, belagerten und schwer erreichbaren Gebieten mangelt es akut an lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und medizinischer Versorgung – die eingeschlossenen Frauen, Männer und Kinder sind vollständig auf externe Hilfe angewiesen. WFP tut alles, um knapp 6 Millionen Menschen in Syrien und den Nachbarländern mit lebensrettender Ernährungshilfe zu erreichen. 2017 plant WFP die Hilfe auszuweitem und jeden Monat rund 5,7 Millionen Menschen innerhalb Syriens und mehr als 1,6 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern zu erreichen.

Irak

 

Wegen der anhaltenden Gewalt durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" bleibt die humanitäre Lage im Irak dramatisch. Mehr als 3,3 Millionen Menschen wurden bereits im Land vertrieben, viele von ihnen haben keinen Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser und anderen lebensnotwendigen Gütern. Hinzu kommen aktuell knapp 300.000 Menschen, die seit der Offensive auf Mossul auf der Flucht sind. Insgesamt benötigen mehr als 10 Millionen Menschen im Irak humanitäre Hilfe. WFP unterstützt jeden Monat rund 1,4 Millionen Vertriebene mit Notrationen

Jemen

 

Auch im konfliktgeplagten Jemen wird die Not der Bevölkerung täglich größer. Immer mehr Menschen leiden an Hunger und Mangelernährung – vor allem Kinder, Schwangere und Mütter sind betroffen. Bereits vor dem Konflikt war die Rate von Mangelernährung im Jemen, dem ärmsten Land im Nahen Osten, eine der höchsten weltweit. Aktuell haben 17 Millionen Jemeniten, zwei Drittel der gesamten Bevölkerung, nicht ausreichend zu essen. WFP plant, 2017 rund 7 Millionen Menschen mit überlebenswichtigen Notrationen, sowie Gutscheinprogramme zu erreichen.  

Nigeria

 

Die Gewalttaten von Boko Haram führten zu einer der weltweit schwersten – und doch am wenigsten beachteten – humanitären Krisen. Erst nachdem immer mehr Gebiete aus der Gewaltherrschaft Boko Harams befreit werden, wird das gesamte Ausmaß der humanitären Tragödie sichtbar. Alleine im Nordosten Nigerias sind 120.000 Menschen von einer Hungersnot bedroht. Die Gewalt und der Hunger haben sich mittlerweile in der Region ausgebreitet, so sind neben Nigeria auch der angrenzende Niger, Tschad und Kamerun betroffen. Insgesamt sind in der Region 7,1 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, eine halbe Million Kinder sind akut unterernährt. WFP plant die Nothilfe auszubauen und bis Ende des Jahres rund 1,8 Millionen Menschen in Nigeria sowie tausende Familien in den Nachbarländern zu erreichen.

Südsudan

 

Immer noch müssen Familien im Südsudan aus ihrem Zuhause fliehen – und viele werden immer wieder vertrieben. Die anhaltenden Unruhen machen es den Menschen vor allem im umkämpften Norden des Landes fast unmöglich, sich selbst zu ernähren. Auch im restlichen Land hat der Bürgerkrieg dramatische Folgen für die Familien: die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich stetig, Preise steigen und viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. 4,9 Millionen Menschen – mehr als 40 Prozent der Bevölkerung Südsudans leiden Hunger. Die Zahl der Hungernden wird Schätzungen zufolge im Juli 2017 auf 5,5 Millionen Menschen steigen, wenn die Hungerperiode vor der nächsten Ernte ihren Höhepunkt erreicht.


Helfen Sie jetzt Familien in Not!