Wie die Hilfe ankommt: humanitäre Logistik


Humanitäre Logistik

Wüsten, abgelegene Wälder und überflutete Regionen – das Logistikteam von WFP durchquert die schwierigsten Gebiete, um Menschen weltweit zu helfen. 

WFP unterstützt jährlich etwa 80 Millionen Menschen in mehr als 80 Ländern mit Ernährungshilfe. Um all diese Menschen auch zu erreichen, schöpft WFP alle logistischen Möglichkeiten aus.

Oft muss WFP Menschen mit Ernährungshilfe in Regionen unterstützen, die nicht per Straße oder auf dem Seeweg erreichbar sind. Vor allem Nothilfe erfordert hohe Flexibilität und oftmals ungewöhnliche Transportmittel. Deshalb nutzt WFP in Krisensituationen, wenn keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, auch Flugzeugabwürfe oder lokale Transportmittel, wie Elefanten, Esel oder Kamele, um zu den Betroffenen zu gelangen.

Logistik für Nothilfe
Wie reagiert WFP in Krisensituationen? 
Infografik hier

WFP-Experten im Interview über humanitäre Logistik

Schnelles Handeln
WFP kauft jedes Jahr rund 80% seiner Nahrungsmittel in mehr als 70 Entwicklungsländern ein, um so Transportkosten zu minimieren und gleichzeitig die lokalen Märkte zu stärken. In Zeiten weltweit hoher Nahrungsmittelpreise ist dies jedoch bisweilen weder möglich noch sinnvoll. Ein Viertel der Nahrungsmittel wird daher weltweit eingekauft und mit Frachtschiffen zu 78 Häfen auf der ganzen Welt gebracht.

Aufgrund langjähriger Erfahrung, Flexibilität und Standorten weltweit kann WFP schnell und effektiv auf Hungerkatastrophen und Notsituationen reagieren. Ein Grund dafür ist auch das von WFP betriebene Netzwerk der UN Humanitarian Response Depots (UNHRD). Um in Notfällen rasch handeln zu können, befinden sich diese Lagerhallen vor allem in der Nähe zu Regionen, die besonders anfällig für Naturkatastrophen sind – zum Beispiel in Panama, da Zentralamerika oft von  Erdbeben und Hurricans heimgesucht wird. So ist eine schnelle Versorgung der Menschen in Not mit Nahrungsmitteln möglich.

Unterstützung für humanitäre Helfer und Hilfsorganisationen

Aufgrund der logistischen Expertise stellt WFP in humanitären Notfällen, die ein schnelles Handeln von Hilfsorganisationen erfordern, Logistik für alle Helfer bereit, beispielsweise eine Luftbrücke nach Haiti nach dem Erdbeben 2010 oder im Rahmen der Ebola-Nothilfe in Westafrika. Die Organisationen und Gruppen, die hier zusammenarbeiten, sind Teil des sogenannten „UN Logistic Cluster“.

WFP stellt auch Passagiertransporte für alle Mitarbeiter von Hilfsorganisationen durch den Flugservice UN Humanitarian Air Service (UNHAS) zur Verfügung. UNHAS verbindet mehr als 200 Orte in abgelegenen Krisengebieten weltweit. Jährlich sind die Flugzeuge von UNHAS deshalb bis zu 48.000 Stunden unterwegs und transportieren über 360.000 Passagiere und mehr als 15.000 Tonnen an Frachtgut. Alle Informationen zu UNHAS finden Sie hier im Überblick.
  

Lastwagen für NothilfeJeden Tag sind für WFP unterwegs:  
70 Flugzeuge
20 Frachtschiffe
5.000 Lastwagen