Welt-Aids-Tag: Gute Ernährung für Millionen HIV-Infizierte entscheidend

Veröffentlicht am 29 November 2013

Am 1.Dezember ist Welt-Aids-Tag. Copyright: WFP/ Vince Dewitt

Zum Welt-Aids-Tag hat das UN World Food Programme (WFP) unterstrichen, wie entscheidend eine gute Ernährung für HIV-infizierte Menschen und ihre Familien ist und warum hier großer Handlungsbedarf besteht.

“Eine schlechte Gesundheit und HIV können sich gegenseitig verstärken und so einen Teufelskreis auslösen”, sagte Martin Bloem, Leiter der WFP-Abteilung für Ernährung und HIV/Aids.  

Die äthiopische Mutter Grama Alemu ist 23 Jahre alt, ihre Tochter Frehiwot  10. Grama ist HIV-positiv und schwanger mit ihrem zweiten Kind. Sie erhält Nahrungsmittelgutscheine von WFP. Damit kann sie sich zusätzlich Mais und Öl kaufen, da es vor allem für Schwangere und HIV-Infizierte wichtig ist, sich ausgewogen zu ernähren. Copyright: WFP/ Ralf Südhoff

Ernährungshilfe, Beratungen und Schulungen ermöglichen eine erfolgreiche Behandlung und eine bessere Gesundheit für HIV-Infizierte. Außerdem wird so die Übertragung der Krankheit zwischen Mutter und Kind verhindert. Die Teilnehmer des WFP-Programms erhalten  angereicherte Nahrungsmittel, wie das auf Soja und Getreide basierende Super Cereal, oder direkt verzehrbare Spezialnahrung, wie das auf Erdnuss basierende Plumpy’doz.

WFP arbeitet mit Gemeinden und Gesundheitszentren in der gesamten Welt zusammen, um sicher zu stellen, dass HIV-infizierte Menschen die Ernährung erhalten, die sie benötigen, um ihre Gesundheit zu stärken“, so Bloem. Wenn Menschen keinen Zugang zu Nahrungsmitteln haben, ist es sehr schwierig, die antiretroviralen Medikamente zu sich zu nehmen und das Risiko, die Behandlung abzubrechen, steigt.

 Menschen mit HIV benötigen mehr Kalorien, um den Virus bekämpfen zu können. HIV-positive Kinder brauchen etwa 50 bis 100 Prozent mehr Kalorien als gleichaltrige, HIV-negative Kinder. Erwachsene mit HIV brauchen bei fortschreitender Krankheit etwa 30 Prozent mehr Kalorien.

 2012 hat WFP 1,5 Millionen Menschen in 33 Ländern mit HIV und Tuberkulose-Programmen unterstützt.

 WFP möchte die sozialen und ökonomischen Auswirkungen von HIV mildern, indem es Sozialprogramme für Menschen in Not anbietet. Wenn Familien Geld, Gutscheintransfers oder Nahrungsmittel erhalten, erschließen sich ihnen neue wirtschaftliche Möglichkeiten und sie können wieder eigenständig werden.