Mangelernährung bekämpfen, Widerstandsfähigkeit stärken – Deutschland unterstützt Burkina Faso mit mehrjähriger Zuwendung

Veröffentlicht am 02 Juni 2016

Über zehn Prozent aller Kinder unter fünf Jahren leiden in Burkina Faso an akuter Mangelernährung. Dank deutscher Unterstützung kann WFP betroffene Kleinkinder mit angereicherter Spezialnahrung unterstützen. Foto: WFP/Rein Skullerud

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt das UN World Food Programme (WFP) in Burkina Faso mit acht Millionen Euro für den Zeitraum 2016-2021. Die Gelder werden dafür eingesetzt, die die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ländlicher Gemeinden zu stärken und Mangelernährung zu bekämpfen.  

„WFP ist sehr dankbar für die wichtige Unterstützung Deutschlands, die dazu beitragen wird, die Ernährung bedürftiger ländlicher Gemeinden zu sichern. Die Familien dort sind regelmäßig von Klimakatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen betroffen. Ihre Lebensgrundlagen sind dadurch erheblich beeinträchtigt. In den nächsten fünf Jahren werden die deutschen Gelder für die Arbeit von WFP und unserer Partner entscheidend sein, um die Resilienz der Gemeinden zu stärken“, sagt Jean-Charles Dei, WFP-Landesdirektor in Burkina Faso. 

Die Zuwendung in Höhe von acht Millionen Euro, die aus dem Budget des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stammt, unterstützt nachhaltig ein Hilfspaket, das verschiedene Initiativen umfasst: Bildungsaktivitäten für Frauen und Männer im Bereich Ernährung, die Schaffung von Lebensgrundlagen und Einkommensmöglichkeiten – beispielsweise durch den Ausbau häuslicher Tierhaltung –, sowie die Stärkung lokaler Partner. Die Gelder werden zudem für eine Ernährungsstudie eingesetzt, auf deren Basis WFP-Programme weiter verbessert werden können.  

Laut jüngester Studien droht 2016 rund 2,5 Millionen Menschen in Burkina Faso Hunger, das sind mehr als 15 Prozent der Bevölkerung. Landesweit leiden 10,4 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung, 30,2 Prozent sind infolge unzureichender Ernährung von Stunting betroffen, einer geringeren Körpergröße im Vergleich zu gesunden Altersgenossen (SMART Ernährungsstudie, 2015).

Die mehrjährige finanzielle Unterstützung Deutschlands ist entscheidend, um Mangelernährung und Hunger kontinuierlich und grundlegend bekämpfen zu können, während gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit bedürftiger Familien gegenüber künftigen Klimakatastrophen gestärkt wird. Deutschland zählt damit aktuell zu den wichtigsten Gebern Burkina Fasos