Deutschland unterstützt WFP, Gemeinden im Südsudan zu stärken

Veröffentlicht am 18 September 2018

Südsudanesische Kleinbäuerinnen. Foto: WFP

JUBA – Das UN World Food Programme (WFP) begrüßt die Zuwendung Deutschlands in Höhe von 11 Millionen Euro, um die Widerstandfähigkeit südsudanesischer Gemeinden zu stärken. Nach fünf Jahren Konflikt leiden im Südsudan 6 Millionen Menschen Hunger.

WFP und seine Partner arbeiten aktuell daran, die Ernährungshilfe auf bis zu 4,8 Millionen der bedürftigsten Südsudanesen in den am schlimmsten getroffenen Gebieten auszuweiten. Die Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kommen daher zu einem entscheidenden Zeitpunkt und geben WFP Planungssicherheit, da die Finanzierung bis 2021 läuft.

WFP kann so die Gemeinden über mehrere Jahre unterstützten und langfristig die Widerstandfähigkeit und Ernährung von 180.000 Menschen in den Regionen „Western Equatoria“, „Warrap“, „Lakes“ und „Abyei“ verbessern. Dank der Zuwendungen können Bedürftige Gemeinschaftsgüter aufbauen, die gleichzeitig die Produktion von Nahrungsmitteln steigern und lokale Märkte stärken.

„Die Bedeutung dieses Beitrags der deutschen Bevölkerung kann nicht genug betont werden", sagt Adnan Khan, WFP-Landesdirektor im Südsudan. „Die Gelder tragen nicht nur dazu bei, die Bedürftigsten in dieser schwierigen Zeit mit überlebenswichtiger Hilfe zu erreichen, sondern auch ihre Widerstandsfähigkeit für die Zukunft auszubauen."

Die WFP-Programme kombinieren den Kampf gegen den akuten Hunger mit dem Aufbau der Widerstandfähigkeit gefährdeter Gemeinden gegen zukünftige Hungerkrisen. WFP bietet verschiedenartige Hilfe – von Nahrungsmitteln für Menschen, die beim Aufbau von Gemeindegütern helfen, über lebensrettende Notrationen bis hin zu Schulmahlzeiten und Programmen gegen Mangelernährung von Kindern, stillenden und schwangeren Frauen.

„Deutschland freut sich, gemeinsam mit WFP den bedürftigsten Menschen im Südsudan zu helfen", sagt Jan Hendrik van Thiel, Deutscher Botschafter im Südsudan. „Diese neue Zuwendung hilft, kontinuierlich Ernährungshilfe in den gefährdetsten Teilen des Landes zu leisten und stärkt Widerstandsfähigkeit der Menschen."

2017 war Deutschland der zweitgrößte Regierungsgeber von WFP. Die Bundesregierung unterstützte die weltweite WFP-Ernährungshilfe mit mehr als 925 Millionen US-Dollar. Deutschland ist ein langjähriger Partner der WFP-Programme im Südsudan und stellte seit 2015 bereits mehr als 80 Millionen US-Dollar zur Verfügung.