WFP hilft mit Notrationen Syrern auf der Flucht vor den Kämpfen in Aleppo

Veröffentlicht am 09 Februar 2016

Ein Konvoi aus der Türkei bringt Ernährungshife in den Norden von Syrien (Mai 2014). Foto: WFP/ Hani Al Homsh

Das UN World Food Programme (WFP) hat begonnen, dringend benötigte Nahrungsmittel an die Menschen zu verteilen, die durch die jüngste Welle der Gewalt im nördlichen Aleppo vertrieben wurden.

Die Nahrungsmittel wurden mit Konvois aus der Türkei in die kleine Stadt A’zaz im Nordwesten Syriens gebracht, 30 Kilometer nordwestlich von Aleppo und nahe der syrisch-türkischen Grenze. In den nächsten Tagen werden weitere 21.000 Menschen mit zusätzlichen Notrationen unterstützt, um die schlimmste Not zu der jüngst Vertreibenden zu lindern.

Die Notrationen aus Reis, Linsen, Bulgur, Pasta, weißen Bohnen, Kichererbsen, Öl, Zucker und Weizenmehl ernähren eine Familie für einen Monat. WFP hilft zudem Menschen, die keine Kochmöglichkeit haben, mit sofort verzehrbaren Rationen wie Konserven.

„Die Situation im nördlichen Aleppo ist sehr instabil und ungewiss, Familien flüchten auf der Suche nach Sicherheit“, erklärt Jakob Kern, WFP-Landesdirektor in Syrien. „Wir sind extrem besorgt, weil die Zugangs- und Versorgungsstraßen vom Norden des Landes in den Osten Aleppos jetzt abgeschnitten sind. Doch wir tun alles, um genug Essen zu den Menschen in Not über den verbleibenden offenen Grenzübergang aus der Türkei zu bringen.“

Tausende Vertriebene haben sich auf der Suche nach Schutz in A’zaz nahe dem Grenzübergang Bab al-Salam versammelt – tausende mehr werden erwartet, wenn die Kämpfe andauern. Über 30.000 Menschen sollen bereits auf dem Weg sein, viele von ihnen in Richtung der türkischen Grenze und der Städte A’zaz und Afrin.

Vor der Eskalation der Kämpfe im nördlichen Aleppo brachte WFP regelmäßig Nahrungsmittel über die Grenzübergänge Bab al-Hawa und Bab al-Salam aus der Türkei in die Bezirke Aleppo und Idlib.

„WFP fordert alle Konfliktparteien auf, den ungehinderten Zugang zu diesen Gemeinden zu ermöglichen, um den Familien sofort zu helfen, die schon viel zu lange gelitten haben“, fügte Kern hinzu.