WFP unterstützt zehntausende Flüchtlinge aus Myanmar

Veröffentlicht am 06 September 2017

Zehntausende Flüchtlinge sind auf der Suche nach Schutz von Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Dort unterstützt WFP Familien mit angereicherten Energiekeksen, warmen Mahlzeiten und Notrationen. Foto: WFP/Sunee Singh

Dhaka – Das UN World Food Programme (WFP) verteilt derzeit Notrationen an zehntausende Flüchtlinge, die vor Gewalt aus Myanmar nach Bangladesch fliehen mussten. 

Seit Ende August sind insgesamt rund 146.000 Schutzsuchende über die Grenze nach Cox’s Bazar gekommen. In diesem Zeitraum hat WFP mehr als 28.800 Neuankömmlinge mit Energiekeksen versorgt, die mit Vitaminen und Närstoffen angereichert wurden. Weitere 28.000 bekamen Khichuri, eine warme Mahlzeit aus Reis und Linsen, über lokale Küchen ausgehändigt. In der Region wird WFP tatkräftig von der Internationalen Föderation Rotes Kreuz und Roter Halbmond unterstützt. Ebenso von Aktion gegen den Hunger.

Besorgniserregend ist vor allem der Gesundheitszustand vieler Frauen und Kinder, die entkräftet und mangelernährt in Cox’s Bazar ankommen. WFP versorgt diese Gruppe mit einem nährstoffreichen Spezialbrei aus Weizen und Soja. Kurzfristig möchte WFP die Unterstützung ausweiten und neben den Energiekeksen auch monatlich 50-Kilo-Säcke Reis verteilen, die dann etwa vier Monate lang eine Familie versorgen können.

„Tausende Neuankömmlinge erreichen täglich Cox’s Bazar und suchen nach Schlafplätzen. Viele Alte, Frauen und Kinder haben den gefährlichen Weg auf sich genommen. WFP baut seine Hilfe weiter aus sofern die Geberstaaten uns auch unterstützen“, sagt Dipayan Bhattacharya, stellvertretende WFP-Landesdirektorin in Bangladesch.

„Derzeit benötigt WFP rund 9,5 Millionen Euro, um die Neuankömmlinge in Cox’s Bazar ausreichend versorgen zu können. Nicht eingerechnet in diese Summe sind jene, die sich bereits vor dem 25. August 2017 in der Region niedergelassen haben. Seit dem Ausbruch von Gewalt in Myanmar im Oktober 2016 hat WFP etwa 72.500 Menschen in einfachen Behausungen jenseits der Grenze mit Nahrungsmitteln unterstützt. Ferner 34.000 registrierte Flüchtlinge.