Gute Ernährung entscheidend für Behandlung für HIV-Patienten

Veröffentlicht am 20 Juli 2010

Selina Paulina Aponde brachte 12 Kinder zur Welt, nur 2 sind heute noch am Leben. Die meisten starben an den Folgen von AIDS.

Copyright: WFP/Vanessa Vick

Wien, den 20.07.2010 – Das UN World Food Programme (WFP) ruft alle Gesundheitsdienste, Regierungen und andere Organisationen dazu auf, eine einfache, aber lebenswichtige Komponente in die Behandlung von HIV-Patienten aufzunehmen – gute Ernährung.

“Mehr und mehr Beweise zeigen, dass Ernährungshilfe essentiell ist, um HIV-Infizierte länger gesund zu halten und auch um die Wirksamkeit der Behandlung zu erhöhen”, sagte Martin Bloem, Leiter der WFP-Abteilung für Ernährung und HIV.

“Wenn Menschen keinen Zugang zu Nahrungsmitteln haben, ist es sehr schwierig, die antiretroviralen Medikamente zu nehmen und das Risiko, die Behandlung abzubrechen, steigt. Unterernährte Patienten einer antiretroviralen Therapie (ART) haben ein zwei- bis sechsfach erhöhtes Risiko zu sterben im Vergleich zu gut genährten Patienten” sagte Bloem während der AIDS 2010 Konferenz in Wien.

WFP unterstützt weltweit Menschen mit HIV und ihre Familien sowie Menschen, die an Tuberkulose erkrankt sind. 2009 hat WFP so 2,9 Millionen Menschen in 47 Ländern geholfen.

Menschen mit HIV benötigen mehr Kalorien, um den Virus bekämpfen zu können. HIV-positive Kinder brauchen etwa 50 bis 100 Prozent mehr Kalorien als gleichaltrige, HIV-negative Kinder. Erwachsene mit HIV brauchen bei fortschreitender Krankheit etwa 30 Prozent mehr Kalorien.

WFP verfolgt bei seiner Hilfe zwei Ziele: die Behandlungserfolge der Patienten durch Ernährungshilfe zu verbessern und die Auswirkungen von AIDS auf die Betroffenen und ihre Familien durch nachhaltige soziale Sicherungssysteme zu mildern.