Krise in Syrien


Krise in Syrien
Seit über fünf Jahren herrscht in Syrien ein verheerender Bürgerkrieg. Die Not der Menschen nimmt weiterhin zu. 6,6 Millionen Syrer wurden im Land vertrieben, knapp 4,6 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer geflohen (Quelle: UN OCHA, Februar 2016). Die Krise ist nach Einschätzung vieler Experten die größte humanitäre Katastrophe der Nachkriegszeit. Zahlreiche Familien sind vollständig auf externe Hilfe angewiesen. 

Die humanitäre Situation in Syrien verschlechtert sich weiter. Die politische Lage im Land und der Region wird immer komplexer, mehr und mehr Menschen geraten in Not. In vielen Gebieten, die von bewaffneten Kämpfen betroffen sind, mangelt es akut an lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und medizinischer Versorgung. Unzählige Menschen haben zudem ihre Arbeit verloren und damit die Möglichkeit, ihre Familien zu versorgen. Steigende Preise für Nahrung und Benzin verschärfen die Situation zusätzlich. Trotz der Unsicherheit im Land und logistischer Herausforderungen leistet WFP innerhalb des Bürgerkriegsgebietes weiterhin Ernährungshilfe.

WFP-HILFE IM ÜBERBLICK

  
  • ​WFP unterstützt monatlich über 5,3 Millionen Menschen in Syrien und den Nachbarländern mit lebensrettenden Notrationen und elektronischen Nahrungsmittelgutscheinen
  • Mit mehr als 3.000 Trucks bringt WFP jeden Monat rund 60.000 Tonnen Nahrungsmittel nach Syrien
  • Über die Gutscheinprogramme flossen bereits mehr als 1 Milliarde US-Dollar in die Wirtschaft der aufnehmenden Nachbarländer
  • WFP benötigt 32 Millionen US-Dollar pro Woche, um die Ernährungshilfe in Syrien und der Region fortzusetzen
  • Es kostet nur 1 US-Dollar, um einen syrischen Flüchtling 1 Tag zu ernähren


Neben dem Zugang zu den umkämpften Gebieten stellt die Finanzierung der Nothilfe die größte Herausforderung für die Hilfsbemühungen dar.  WFP agiert buchstäblich von der Hand in den Mund und ist immer wieder dazu gezwungen, Ernährungshilfe zu kürzen. Im Dezember 2014 musste die Hilfe über Nahrungsmittelgutscheine in den Nachbarländern zwischenzeitlich komplett eingestellt werden. Für 2015 hat WFP die internationale Gemeinschaft um Unterstützung in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar gebeten, um die Menschen in Syrien und der Region zu ernähren.

NEUIGKEITEN

WFP muss Nothilfe weiter kürzenBessere Ernten mindern den Hunger nichtDer tägliche Albtraum in Syrien
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E-Cards für syrische Flüchtlinge in der TürkeiSyrische Flüchtlinge in der Türkei – 10 FaktenSpendenaufruf für syrische Flüchtlinge

 

HILFE FÜR SYRIEN – WFP VOR ORT
 

Bürgerkrieg in Syrien
  • WFP unterstützt die Menschen innerhalb Syriens mit Nahrungsmittelrationen, die Bulgur, Reis, Mehl, Hülsenfrüchte, Speiseöl, Nudeln, Salz, Zucker, Konserven und Hefe enthalten.
  • In den Nachbarländern Jordanien, Libanon, Irak, Türkei und Ägypten unterstützt WFP syrische Flüchtlinge vorwiegend mit elektonischen Gutscheinen.
  • Seit Juli 2014 erreicht WFP im Rahmen der UN-Resolution 2165 und dank Verhandlungen mit den Konfliktparteien belagerte und schwer erreichbare Gebiete Syriens verstärkt über Fronten und Landesgrenzen hinweg.
  • Nahrungsmittel für über 2 Millionen Syrer wurden seither über die Grenze aus Jordanien und der Türkei in den Oppositionsgebieten von Dar’a, Aleppo, Hama und Idleb gebracht.
  • Seit Beginn des Jahres erhielten mehr als 800.000 Menschen Menschen in den Oppositionsgebiete Notrationen durch frontübergreifende Konvois.
  • Im Mai dieses Jahres unterstützte WFP Bäckereien in Aleppo und Idlib mit knapp 2.000 Tonnen Weizenmehl. Damit können sich nun nahezu 500.000 Menschen wieder mit Brot versorgen.
  • Zudem erhalten über 75.000 Kleinkinder in Syrien von WFP speziell angereicherte Nahrungsmittel wie Nutributter und Plumpy’doz, die sie mit wichtigen Nährstoffen versorgen, um Mangelernährung frühzeitig vorzubeugen.
  • Seit kurzem hat WFP erstmals wieder Zugang in die Provinz Rakka, die monatelag von IS-Kämpfern besetzt war. WFP konnte binnen eines Wochenendes 10.000 Familien mit Nahrungsrationen unterstützen.
  • Im August 2014 startete WFP mit UNICEF und dem syrischen Bildungsministerium ein Schulspeisungsprogramm, das Schülern im ländlichen Damaskus, Tartous, Aleppo und Al-Hassakeh, wo besonders viele Vertriebene leben, nahrhafte Snacks und die Möglichkeit des Schulbesuchs geben soll..
  • 2015 startet WFP Food-for-Work Programme in Syrien, bei denen die Teilnehmer für den Aufbau grundlegender Infrastrukturen wie die Wasser- und Sanitätsversorgung mit Nahrungsmitteln unterstützt werden.