Krise in Syrien


Krise in Syrien
Seit sechs Jahren herrscht in Syrien ein verheerender Bürgerkrieg. Die Not der Menschen nimmt weiterhin zu. 6,3 Millionen Syrer wurden im Land vertrieben, knapp 4,9 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer geflohen (Quelle: UN OCHA, März 2017). Die Krise ist nach Einschätzung vieler Experten die größte humanitäre Katastrophe der Nachkriegszeit. Zahlreiche Familien sind vollständig auf externe Hilfe angewiesen. 

Humanitäre Situation 

In vielen Gebieten Syriens, die von bewaffneten Kämpfen betroffen sind, mangelt es akut an lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und medizinischer Versorgung. Unzählige Menschen haben zudem ihre Arbeit verloren und damit die Möglichkeit, ihre Familien zu ernähren. Steigende Preise für Nahrungsmittel und Benzin verschärfen die Situation zusätzlich. Trotz der Unsicherheit im Land und logistischer Herausforderungen leistet WFP innerhalb des Bürgerkriegsgebietes weiterhin Ernährungshilfe. Nach Angaben des 2017 Humanitarian Needs Overview ist die Zahl der Menschen, die in Syrien humanitäre Hilfe benötigen, auf 13,5 Millionen Menschen angestiegen – fast 6 Millionen von ihnen sind Kinder. Durchschnittlich werden jeden Tag 6000 Menschen im Land vertrieben.

 

Ernährungshilfe für Syrer

WFP plant 2017 jeden Monat rund 5,7 Millionen Menschen innerhalb Syriens und mehr als 1,6 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern zu erreichen. Erfahren Sie hier, wie WFP den notleidenden Familien hilft: 

 

Finanzierung 2016

Im Rahmen der Syrien-Geberkonferenz in London am 04. Februar 2016 haben WFPs Partner entscheidende finanzielle Hilfen für 2016 versprochen. Die wichtigste Ankündigung für WFP kam von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die eine Rekordunterstützung von 570 Millionen Euro für WFP-Programme in Syrien und den Nachbarländern zusagte. Dank dieser Gelder konnte WFP die Ernährungshilfe für Syrer in vollem Maße wiederherstellen. Die Mittel wurden dafür eingesetzt, die regionalen Hilfsprogramme in Jordanien, Libanon, Irak und Ägypten ab März bis Ende 2016 zu finanzieren. Außerdem konnte mit deutscher Hilfe die Unterstützung für Familien in Syrien mit vollen Notrationen bis Ende des Jahres gesichert werden. 2015 und auch Ende 2014 musste WFP immer wieder aufgrund fehlender Gelder Rationen kürzen

 

Aktuelles
WFP-Nothilfe in Syrien: Jahresrückblick 201610 Fakten über Hunger in Syrien Ernaehrungshilfe für Millionen Syrier gesichert

Nahrungshilfe aus der Luft historische Zuwendung der deutschen BundesregierungBriefe aus dem Bürgerkrieg