Bürgerkrieg in Syrien
Der Konflikt in Syrien geht bereits ins vierte Jahr in Folge. Die Not der Menschen nimmt weiterhin zu. Millionen Syrer sind auf der Flucht: eine humanitäre Krise, in der die Versorgung mit Nahrungsmitteln oberste Priorität hat.

In vielen Gebieten, die von bewaffneten Kämpfen betroffen sind, mangelt es akut an lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und medizinischer Versorgung. Eine wachsende Zahl Hauptverdiener hat zudem ihre Arbeit und damit die Möglichkeit, ihre Familien zu versorgen, verloren. Steigende Preise für Nahrung und Benzin verschärfen die Situation weiter. Gleichzeitig droht eine Dürre, die ohnehin schwache Ernährungssicherheit im Land weiter zu belasten. Seit September 2013 fiel weniger als halb so viel Regen wie im langjährigen Durchschnitt – mit immensen Folgen für die nächste Getreideernte. 

Trotz der Unsicherheit im Land und logistischer Herausforderungen leistet WFP weiterhin Ernährungshilfe. Im August konnte WFP 4,1 Millionen Syrer mit Nahrungsmitteln erreichen – so viele wie nie zuvor. Der Zugang zu den umkämpften Gebieten stellt derzeit die größte Herausforderung für die Hilfsbemühungen dar. WFP begrüßt daher die jüngste UN-Resolution, die Hilfslieferungen zu den notleidenden Menschen in Syrien über Fronten und Grenzen hinweg autorisierte – ohne, dass die syrische Regierung diesen zuvor zustimmen muss. Auch in den Nachbarländern hilft WFP mehr als 1,7 Millionen syrischen Flüchtlingen.

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Flüchtlinge in Zaatari Jordanien

Syrien NothilfeWFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin ruft zu sicherem Zugang in allen Gebieten Syriens auf

 

Flüchtlingskinder Syrien

WFP-Exekutivdirektorin Karten

Syrien FlcühtlingscampWFP-Exekutivdirektorin besucht Flüchtlingscamp in Jordanien

Hilfe für SyrienNeue interaktive Karte: An welchen Orten WFP Hilfe leistet, sehen Sie hier.

 

Hilfe für Syrien - WFP vor Ort

 

  • WFP ist besorgt über die Folgen einer drohenden Dürre für die Ernährungslage in Syrien. 
  • Seit Juli erreicht WFP im Rahmen der UN-Resolution 2165 und dank Verhandlungen mit den Konfliktparteien vor Ort belagerte und schwer erreichbare Gebiete Syriens verstärkt über Fronten und Landesgrenzen hinweg mit Hilfslieferungen. Insgesamt passierten 5 Nothilfe-Konvois von der Türkei und Jordanien aus die Grenze nach Syrien. 
  • Zwischen dem 25. Juli und Anfang September konnte WFP 580.000 Syrer allein durch frontüberschreitende Hilfslieferungen unterstützen – viermal so viele wie in den vorangegangenen sechs Wochen.
  • Erstmals seit zwei Jahren konnte WFP im Juli Zivilisten in Moadamiyeh im ländlichen Damaskus unterstützen. 30.000 Menschen erhielten Notrationen. 
  • Eine Luftbrücke aus 23 Flugzeugen bringt derzeit Hilfsgüter von WFP nach Qamishli. Sie sollen 50.000 Syrern zugute kommen, die in den Oppositionsgebieten besonders dringend auf Ernährungshilfe angewiesen sind. 
  • Seit vielen Monaten unterstützt WFP die Menschen innerhalb Syriens mit Nahrungsmittelrationen, die Bulgur, Reis, Mehl, Hülsenfrüchte, Speiseöl, Nudeln, Salz, Zucker, Konserven und Hefe enthalten.
  • Zusammen mit UNICEF helfen wir rund 130.000 gefährdeten Kindern unter 2 Jahren mit Spezialnahrung, um Mangelernährung vorzubeugen und zu behandeln.
  • Über 2,5 Millionen syrische Flüchtlinge sind in Jordanien, Libanon, Ägypten, Irak und der Türkei registriert.
  • Die Menschen im neuen Flüchtlingslager Azraq in Jordanien erhalten von WFP Nahrungsmittelrationen  und -gutscheine.
  • WFP plant 2014 mehr als 2,9 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern zu unterstützen – meist über Nahrungsmittelgutscheine, die es den Familien ermöglichen, ihr Essen selbst auszuwählen und zugleich die lokale Wirtschaft stärken. Außerdem erhalten Kinder in den Flüchtlingscamps in Jordanien und Irak regelmäßige Schulmahlzeiten.
  • WFP benötigt 35 Millionen US-Dollar pro Woche, um die Nothilfe in Syrien und den Nachbarländern fortzuführen – die größte, komplexeste und teuerste Krise weltweit. Um diese Summe in Bezug zu setzen: Es kostet WFP nur 1 US-Dollar pro Tag, um für eine Person innerhalb Syriens Hilfe zu leisten.