"Food for Work"-Projekte



Bei "Food for Work"-Projekten werden Projektteilnehmer von WFP für ihre geleistete Arbeit mit Nahrungsmitteln bezahlt, um in Zukunft sich selbst, ihre Familien und Gemeinden selbst versorgen zu können. 


Die Idee ist simpel: Hungernde verbringen viel Zeit damit, ausreichend Nahrungsmittel zum Überleben aufzutreiben. Kleinbauern haben nicht die Ressourcen, Bewässerungskanäle zu bauen, weil sie durch ihre tägliche Arbeit ohnehin kaum ihre Familien ernähren können. Arbeitslose können kaum neue Fähigkeiten erlernen, wenn sie mühevoll auf dem Schwarzmarkt um ihr geringes Einkommen kämpfen. Verarmte Gemeinden, die Fluten oder Dürren ausgesetzt sind, sind zu sehr damit beschäftigt, überhaupt für Nahrungsmittel zu sorgen, als dass sie dazu beitragen könnten, Straßen, Dämme oder Wassergruben zubauen.

Nahrungsmittel oder Bargeld als Entlohnung für geleistete Arbeit ermöglicht den Armen und Hungernden, einen Teil ihrer Energie und Zeit auf die entscheidenden Schritte aus der Hungerfalle zu lenken. Dies ist das Ziel, das WFP mit den „Food for Work“-Projekten verfolgt. Lesen Sie hier ein Beispiel aus Pakistan.  

Gemeindemitglieder bekommen Nahrungsmittel für ihre Arbeit an Infrastrukturprojekten oder auch für die Zeiten, in denen sie statt zu arbeiten, neue Fertigkeiten lernen. Dies befähigt sie, ihre Familien künftig wieder selbst ernähren zu können. Lesen Sie hier ein Beispiel aus El Salvador

„Food for Work“-Projekte sind zum Beispiel:   

  • Bewässerung, Terrassierung, Wasserschutz: In Ländern, wo Dürren regelmäßig für Nahrungsknappheit sorgen, können einfache Bewässerungssysteme den Ernteertrag um 100 - 400 Prozent verbessern.  
  • Armut zwingt Bauern häufig dazu, Boden und Weideland zu intensiv zu nutzen. Die Auswirkungen davon sind oft unfruchtbares Land und Versteppung. WFP entlohnt deshalb Kleinbauern mit Nahrungsmitteln, wenn diese Bodenschutz betreiben, indem sie beispielsweise Bäume pflanzen. 
  • WFP unterstützt den Bau von Schulen. Arbeiter bekommen Nahrungsmittel, so dass sie sich auf die Bauarbeiten konzentrieren können, ohne Angst vor Armut und Hunger haben zu müssen. Lesen Sie hier ein Beispiel aus Haiti
  • WFP hilft Menschen dabei, auf den eigenen Grundstücken kommerzielle Gärtnereien aufzubauen, indem sie während ihrer Schulungen mit Ernährungshilfe unterstützt werden und dadurch später für sich selbst sorgen können. 
  • In von Krieg zerrütteten Ländern bietet WFP Ernährungshilfe als Anreiz für ehemalige Soldaten und Rebellen, sich weiterzubilden und somit in die Zivilgesellschaft zu re-integrieren.
  • Außerdem führt WFP so genannte "Cash for Work"-Projekte durch, in denen die Projektteilnehmer mit Bargeld ausgezahlt werden. Informationen zu Hilfe mittels Bargeld und Gutscheinen finden Sie hier.