Food & Cash for Work


Food for Work
Bei Food for Work- & Cash for Work-Projekten werden die Teilnehmer von WFP für ihre geleistete Arbeit mit Nahrungsmitteln oder Bargeld bezahlt – eine Investition in eine Zukunft, in der die Menschen sich, ihre Familien und Gemeinden wieder selbst versorgen können. 

Oft helfen bereits kleine Schritte, den Hunger zu besiegen: Dämme schützen Ernten vor Überflutung; Straßen binden Gemeinden besser an Märkte an, wo sie ihre Produkte verkaufen können; Trainings befähigen ehemals Hungernde, ihre Familie als Näher, Weber oder Gärtner zu ernähren. Doch in Entwicklungsländern sind die Menschen oft nicht in der Lage, diese Schritte zu gehen, da sie ihre gesamte Zeit und Kraft in die Ernährung ihrer Familie investieren müssen – im täglichen Kampf ums Überleben können sie sich nicht selbst aus der Hungerfalle zu befreien.

Welthunger nachhaltig bekämpfen

An diesem Punkt setzten die Food & Cash for Work-Projekte des WFP an: arme und hungernde Menschen erhalten die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen oder die Versorgung und Anbindung ihrer Gemeinden voranzutreiben, da sie in der aufgewandten Zeit mit Nahrungsmitteln oder Bargeld bezahlt werden. Auf diese Weise können sie ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern, um ihre Familien künftig wieder selbst zu ernähren.

Hunger bekämpfen

Nahrungsmittel werden von WFP dabei vor allem in Ländern und Regionen als Bezahlung eingesetzt, wo lokale Märkte fehlen oder schlecht funktionieren. In anderen Fällen oder auch ergänzend erhalten die Teilnehmer Bargeld. So können sie ihre Nahrungsmittel selbst einkaufen, ihre Ernährung abwechslungs- und nährreicher gestalten und zudem die lokale Wirtschaft über die lokalen Märkte stärken.
 
Nicht zuletzt sind die Food & Cash for Work-Projekte des WFP auch ein wirksames Instrument, um Frauen, die oft nur wenige oder keine eigenen Erwerbsmöglichkeiten haben, zu fördern. Teilnehmerinnen können neue Fähigkeiten erlernen und Selbstbewusstsein gewinnen, indem sie aktiv zur Entwicklung ihrer Gemeinden beitragen und ihr eigenes Geld verdienen. Die Geschichte von Dhaulidevi Bohara erzählt vom Erfolg von Cash for Work in ihrem Dorf in Nepal.
 

Schwerpunkte der Food & Cash for Work-Projekte des WFP sind
 

  • Bewässerung und Terrassenbau: 

In Ländern, wo Dürren regelmäßig Nahrungsmittelknappheit verursachen, kann beispielsweise durch den Bau einfacher Bewässerungssysteme der Ernteertrag der Bauern um 100 bis 400 Prozent verbessert werden. Sehen Sie sich hier eine Fotogalerie aus Kenia an.

  • Aufforstung und Bodenschutz:

Armut zwingt Kleinbauern häufig dazu, Boden und Weideland sehr intensiv zu nutzen. In der Folge wird das Land oft unfruchtbar oder versteppt, die Ernten schrumpfen weiter und die Familien können sich nicht mehr selbst ernähren. WFP entlohnt deshalb Kleinbauern mit Nahrungsmitteln, wenn diese Bodenschutz betreiben – beispielsweise, indem sie Bäume pflanzen. Sehen Sie sich hier eine Fotogalerie aus Burkina Faso an. 

Kleinbauern in Afrika

  • Wiederaufbau und Katastrophenschutz:

Nach Naturkatastrophen hilft WFP den Betroffenen nicht nur schnell mit Nothilferationen, sondern unterstützt die Gemeinden auch beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur. Besonderes Augenmerk legt WFP darauf, die Gemeinden zugleich besser gegen zukünftige Stürme, Dürren, Erdbeben und Überflutungen zu wappnen. Lesen Sie hier eine Geschichte aus El Salvador. 

  • Bildungseinrichtungen:

WFP unterstützt den Bau von Schulen, damit sich Gemeinden weiter entwickeln können. Denn Bildung ist ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen den Welthunger. Dank der Bezahlung durch WFP können sich die Arbeiter den Bauarbeiten widmen, ohne um ihre Einkünfte fürchten zu müssen.

  • Kleinunternehmen und Betriebe:

WFP hilft Menschen zum Beispiel dabei, Gärtnereien aufzubauen oder neue Fähigkeiten wie Nähen oder Weben zu erlernen. Dazu werden sie während ihrer Schulungen mit Nahrungsmitteln oder Bargeld unterstützt. Die eigenen Betriebe verschaffen den ehemals Hungernden dann ein Einkommen, das sie ernähren kann.