Wie WFP Kleinbauern unterstützt


Kleinbauern sind der Schlüssel im Kampf gegen den Welthunger
Das größte Potenzial, den Hunger zu besiegen, liegt dort, wo die Hungernden leben: ein afrikanischer Kleinbauer holt im Schnitt nur ein Zehntel der Ernte eines europäischen Bauern aus einem Hektar Land. 


1,5 Milliarden Menschen leben in kleinbäuerlichen Haushalten. Drei von vier Hungernden leben auf dem Land. Sie sind Kleinbauern, Viehzüchter, Landarbeiter. Sie haben Jahrzehnte lang darunter gelitten, dass in einer Ära der Nahrungsmittelüberschüsse die Landwirtschaft weltweit vernachlässigt wurde. Doch diese Ära der Überschüsse ist vorbei: weil es immer mehr Menschen auf der Erde gibt, weil immer mehr Fleisch gegessen wird, weil immer mehr Ernten zu Tierfutter oder Biotreibstoffen werden. Schon im Jahr 2030 müssen wir weltweit 50% mehr Nahrungsmittel produzieren als 2010, damit alle Menschen satt werden können. Deshalb hilft WFP Kleinbauern in Entwicklungsländern, sich und ihre Region zu ernähren.
 

Kleinbauern im Kampf gegen HungerKleinbauern sind der Schlüssel im Kampf gegen den Welthunger

Zum Beispiel durch lokale und regionale Einkäufe von Nahrungsmitteln: diese stimulieren und stabilisieren die Märkte und sind so ein Anreiz für Bauern, mehr zu produzieren. Außerdem stärken sie die lokale Wirtschaft. WFP kauft pro Jahr Nahrungsmittel für bis zu 1 Milliarde US-Dollar in über 75 Entwicklungsländern ein – dies entspricht rund 75 Prozent aller Nahrungsmitteleinkäufe. 
 

Faire Preise für Kleinbauern

Über das P4P-Programm (Purchase for Progress) des WFP können Kleinbauern wiederum von diesen Einkäufen profitieren: Indem sie Kooperationen schließen, Qualität und Ernten erhöhen sowie in WFP einen sicheren Abnehmer zu fairen Preisen finden. Dank P4P werden bald über 500.000 Kleinbauern in Entwicklungsländern Nahrungsmittel an WFP liefern – und in der Lage sein, auch ihre Gemeinden und Märkte zu versorgen.