WFP Büro für Deutschland, Österreich und Liechtenstein


Nach Notsituationen, aber auch um die Ursachen von Hunger zu bekämpfen, leisten über 14.500 Mitarbeiter in entlegensten Gebieten Hilfe für hungernde Menschen. Doch auch in Deutschland sind Mitarbeiter im Einsatz - im WFP Büro für Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die deutschsprachige Schweiz.

Das Berliner WFP-Büro wurde Ende 2004 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit mit Regierungen im deutschsprachigen Europa (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, deutschsprachige Schweiz) auszubauen und die Öffentlichkeit verstärkt auf das Thema Hunger aufmerksam zu machen. Die deutsche Bundesregierung zählte schon damals zu den wichtigsten Partnern von WFP, bereits 2012 war sie zum fünftgrößten Geber des Welternährungsprogramms aufgestiegen. Für die effiziente Arbeit des Verbindungsbüros sorgen die drei Abteilungen: Geberbeziehungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung.

Geberbeziehungen

Die Mitarbeiter der Abteilung „Geberbeziehungen“ sind die Schnittstelle zwischen WFP und den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland, Österreich und Liechtenstein.

Sie stehen fast täglich in Kontakt mit den Regierungen und ihren Mitarbeitern in den Ministerien für Außen-, Entwicklungs- und Agrarpolitik. Sie informieren die Ministerien und Partner über die Situation in Krisengebieten, über die Hilfe, die WFP vor Ort leisten kann und welche Unterstützung es für Nothilfe und Entwicklungsprogramme benötigt. Auch die Abwicklung jeder einzelnen Zuwendung ist Aufgabe des Berliner Büros. Zudem werden Mitglieder der Parlamente über die Arbeit des WFP insgesamt und die Verwendung der Beiträge informiert. Abgeordnete werden auch dabei unterstützt, auf Reisen unmittelbar die Arbeit des WFP kennenzulernen.

Durch die langjährige Zusammenarbeit ist das Vertrauen in die Arbeit des WFP stetig gewachsen: Hat Deutschland WFP im Jahr 2003 noch mit 46,5 Millionen US-Dollar unterstützt, so ist die Zahl 2016 auf die Rekordsumme von über 880 Millionen US-Dollar gestiegen. Gemeinsam haben Deutschland und WFP so Millionen hungernden Menschen weltweit geholfen. Auf politischer Ebene informiert das Büro Minister und Staatssekretäre, das Bundeskanzleramt und den Bundespräsidenten über die globalen Herausforderungen im Kampf gegen den Hunger und neue Chancen der Zusammenarbeit zwischen WFP und der deutschen Bundesregierung. Auch hochrangige Reisen politischer Partner koordiniert und begleitet das Berliner Büro.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Mitarbeiter der Abteilung "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" informieren Journalisten und Bürger über die Arbeit des WFP und Themen wie Hunger und Welternährung. Das Team betreut die deutschsprachige WFP-Webseite und Social-Media-Kanäle, produziert deutschsprachiges Informationsmaterial und vertritt WFP auf öffentlichen Veranstaltungen wie der Grünen Woche oder dem Kirchentag.

Auch die Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Prominenten wie DJ BoBo, Sibel Kekilli und Daniel Brühl betreut die kleine Berliner WFP-Presseabteilung, die zugleich Ansprechpartner für erste Kooperationsanfragen aus dem deutschsprachigen privat Sektor ist. 

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (rechts) und die ehemalige WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin besuchen WFP-Mitarbeiter am WFP-Stand auf der Grünen Woche 2017. 

Verwaltung

Die Mitarbeiter der Verwaltung sorgen für die reibungslosen internen Abläufe. Sie kümmern sich um Büroorganisation, Finanzen und Personalwesen, organisieren Reisen und Empfänge. Zusätzlich sind sie erste Anlaufstelle für Unternehmen, die mit WFP kooperieren möchten, pflegen den Kontakt zu anderen UN-Organisationen und wickeln den Kochbuchversand ab. Zweimal jährlich sorgt die Verwaltungsabteilung für die Auswahl der Praktikanten im Berliner Büro.

Leitung

Ralf Südhoff ist seit Anfang 2008 Direktor des Berliner Büros. Vor seinem Start bei WFP war er als Referent der damaligen Staatssekretärin im deutschen Entwicklungsministerium BMZ, Uschi Eid, tätig sowie zuvor als Reporter und Korrespondent, u.a. von Financial Times Deutschland und DIE ZEIT.

Er berichtet regelmäßig in Gesprächen mit Regierungen, WFP-Partnern sowie PrintmedienRundfunk und Webseiten über die Hungerproblematik und Ernährungshilfe des WFP und informiert sich vor Ort über WFP-Projekte, wie zuletzt in der Türkei und im Libanon.

Ralf Südhoff mit einer somalischen Mutter im Flüchtlingscamp Dolo Ado in Äthiopien.