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WFP leistet einen Monat nach der Flutkatastrophe in Nepal weiter lebensrettende Hilfe

Foto: WFP/Tanya Birkbeck. Das WFP liefert per Hubschrauber Lebensmittel an die Bewohner des Dorfes Thuman im Bezirk Rasuwa in Nepal, nachdem Überflutungen die Straße zerstört hatten, die die Gemeinde mit den umliegenden Gebieten verband.
KATHMANDU – Einen Monat nachdem verheerende Überschwemmungen Täler im Norden Nepals verwüstet haben, ist leistet das Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) weiterhin lebenswichtige Unterstützung für betroffene Gemeinde. Viele Familien sind nach wie vor äußerst verletzlich. Vertreibung, der Verlust von Einkommensquellen, zerstörtes Ackerland und eingeschränkter Marktzugang erschweren es ihnen, sich ohne Hilfe ausreichend zu ernähren.

In den besonders stark von den Erdrutschen betroffenen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading setzt WFP Lastwagen dort ein, wo Straßen passierbar sind. Gemeinden, die wegen  zerstörter Straßen und Brücken vollständig von der Außenwelt abgeschnitten sind, werden per Hubschrauber versorgt.

Zum ersten Mal überhaupt hat WFP in einer plötzlichen Notsituation humanitäre Frachtdrohnen eingesetzt, um Lebensmittel und Hilfsgüter in Gebiete zu transportieren, in denen selbst Hubschrauber nicht landen können. Dadurch konnte die Lieferzeit von mehreren Tagen auf wenige Minuten Flugzeit verkürzt werden.

Im Rahmen der von der Regierung Nepals geleiteten Hilfsmaßnahmen hat WFP inzwischen eine erste Runde der Nahrungsmittelhilfe abgeschlossen. Mehr als 15.500 von den Überschwemmungen betroffene Menschen erhielten insgesamt 127 Tonnen Lebensmittel.

Katastrophen wie diese können die Versorgung mit Nahrungsmitteln zusätzlich verschärfen, indem sie Märkte beeinträchtigen, Lebensgrundlagen zerstören und den Zugang zu vielfältigen und nährstoffreichen Lebensmitteln einschränken.

WFP führt derzeit Untersuchungen zur Ernährungssicherheit in den betroffenen Gebieten durch.

Die jüngsten Erhebungen zeigen, dass 92 Prozent der befragten Haushalte über einen ausreichenden Lebensmittelkonsum verfügen. Allerdings sind nahezu alle von ihnen bei Grundnahrungsmitteln auf humanitäre Hilfe angewiesen.

„Die Nahrungsmittelhilfe hat Familien zwar vor unmittelbarem Hunger bewahrt, doch viele Haushalte bleiben weiterhin äußerst verletzlich“, sagte Riaz Lodhi, WFP-Landesdirektor und Vertreter in Nepal. „WFP wird die Gemeinden auch beim Übergang von der Nothilfe zum Wiederaufbau unterstützen, damit Lebensgrundlagen wiederhergestellt und Gemeinschaften gestärkt werden können.“

Neben der Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfe für die am schwersten erreichbaren Gemeinden unterstützt WFP die gesamte humanitäre Gemeinschaft mit wichtigen Logistikleistungen.

Der von WFP geleitete Logistik- und Telekommunikationscluster in Nepal bildet das Rückgrat der humanitären Hilfsmaßnahmen und übernimmt Koordinierung, Umschlag und Transport für 70 Partnerorganisationen.

Bislang hat WFP mehr als 160 Tonnen Hilfsgüter auf dem Land- und Luftweg transportiert. Dazu gehören medizinische Güter, Zelte, Solarlampen, Decken, Kochöfen und Hygieneartikel.

Darüber hinaus betreibt WFP weiterhin die „Humanitarian Staging Area“, eine humanitäre Drehscheibe in Kathmandu, über die humanitäre Hilfsgüter aller Art angenommen, gelagert und weiterverteilt werden. Zusätzlich wurde in Bidur im Distrikt Nuwakot ein gemeinsames humanitäres Büro- und Logistikzentrum eingerichtet. Dadurch konnten Hilfsorganisationen näher an die betroffenen Gemeinden gebracht und die Verteilung von Unterstützung sowohl für die unmittelbare Nothilfe als auch für den langfristigen Wiederaufbau erleichtert werden.

Die nächste Hilfsrunde von WFP in Nepal erfolgt in Form von Bargeldhilfen und wird rund 38.000 Menschen in Gebieten erreichen, in denen Märkte wieder zugänglich sind.

In Gemeinden, die weiterhin vollständig von Versorgungswegen abgeschnitten sind, wird WFP so lange Nahrungsmittelhilfe leisten, bis der Zugang zu Märkten wiederhergestellt ist.

Die internationale Gemeinschaft – von Geberregierungen bis hin zu Einzelspenderinnen und Einzelspendern – hat schnell und großzügig reagiert. Dadurch konnte WFP Menschen in Not rasch und effizient unterstützen.

„Die bisherigen Hilfsmaßnahmen zeigen, was möglich ist, wenn Regierungen, humanitäre Organisationen und andere Geber gemeinsam handeln, um den Bedürftigsten zu helfen“, ergänzte Lodhi.

Abhängig von den Ergebnissen der laufenden Bedarfsanalysen könnte WFP für die Wiederaufbauphase zusätzliche Finanzmittel benötigen.

Hinweis für die Redaktion:

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Nepal Klima Naturkatastrophen Food assistance

Kontakt

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