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Das UN World Food Programme (WFP) plant, jeden Monat 12 Millionen der bedürftigsten Menschen im Jemen zu unterstützen. Damit ist der Nothilfe-Einsatz der größte von WFP weltweit.

Noch nie hat Hunger im Jemen ein solches Ausmaß erreicht. Millionen Menschen leiden große Not. Trotz humanitärer Hilfe stehen über 20 Millionen Menschen jeden Tag hungrig auf - 10 Millionen davon leiden akut Hunger.

Der Anteil mangelernährter Kinder ist im weltweiten Vergleich besonders hoch und die Ernährungssituation verschlechtert sich fortlaufend. Laut einer aktuellen Studie haben fast ein Drittel aller Familien nicht genügend zu essen. Sie können sich fast nie Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Milchprodukte oder Fleisch leisten.

Die Rate der Mangelernährung von Frauen und Kindern im Jemen gehört immer noch zu den schlimmsten weltweit, mehr als eine Million Frauen und zwei Millionen Kinder benötigen dringend eine Behandlung gegen akute Mangelernährung. Das ist ein 57-prozentiger Anstieg seit Ende 2015 und bedroht die Leben und Lebensperspektiven aller Betroffenen. Um sie alle mit nährstoffreicher Spezialnahrung versorgen zu können, baut WFP 2019 die Ernährungshilfe stetig aus.

Mehr als die Hälfte aller Familien nimmt Kredite auf, um Nahrungsmittel kaufen zu können. Das sind 50 Prozent mehr als vor der Krise. Seit September 2016 erhalten Angestellte im öffentlichen Dienst keine Gehälter mehr. Insgesamt sind aber rund 30 Prozent der Bevölkerung von staatlichen Gehältern und Pensionen abhängig.

Die humanitäre Lage im Jemen ist extrem fragil. Ist es nicht möglich, die nötigsten Hilfsgüter wie Nahrung und Medikamente unmittelbar und regelmäßig ins Land zu bringen, droht Millionen Menschen der Hungertod. WFP appelliert ausdrücklich für ungehinderten Zugang, um die Bedürftigsten zu erreichen und eine Hungersnot abwehren zu können.

20,1 Millionen
Menschen würden ohne Ernährungshilfe hungern
1,1 Millionen
Frauen und Kinder unter 5 Jahren erhalten jeden Monat Ernährungshilfe
Mehr als 20 Millionen
Menschen im Jemen hungern

Wie das UN World Food Programme in der Jemen-Krise hilft

  • Nothilfe

    2020 baut WFP die Ernährungshilfe aus, um monatlich 12,5 Millionen Menschen mit Notrationen oder Gutscheinen zu unterstützen. Diese können in Supermärkten in Gebieten, in denen die Märkte funktionieren, eingelöst werden. Jede sechsköpfige Familie erhält eine monatliche Ration Weizenmehl, Hülsenfrüchte, Pflanzenöl, Zucker und Salz.
  • Logistik

    WFP leitet das Logistik-Cluster und stellt in dieser Funktion der humanitären Gemeinschaft grundsätzliche Logistik-Services für ihre Einsätze im Kampf gegen Hunger und Cholera zur Verfügung – sei es auf dem Luft-, Wasser- oder Landweg.
  • UN Humanitarian Air Service (UNHAS)

    Viele Straßen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten des Landes sind immer noch unzugänglich. Humanitäre Helfer*innen können Familien in Konfliktzonen nur schwer erreichen. Der WFP-geführte Flugdienst UN Humanitarian Air Service (UNHAS) betreibt wöchentlich drei Flüge zwischen Dschibuti und Sanaa, um humanitäre Helfer*innen ein- oder auszufliegen.

Benötigte Finanzierung

WFP leistet Nothilfe für die Bedürftigsten im Jemen – einer der schlimmsten Hungerkrisen weltweit. 2020 plant WFP, 12,5 Millionen Menschen mit vollen Notrationen zu unterstützen.

Trotz großzügiger Zuwendungen von Gebern wie der deutschen Bundesregierung sind die finanziellen Bedarfe weiterhin hoch. WFP ist mit erheblichen Finanzierungslücken konfrontiert und benötigt dringend 878 Millionen US-Dollar, um in den nächsten sechs Monaten (Juni 2020 bis Dezember 2020) die Ernährungshilfe nicht unterbrechen zu müssen.

 

Wie Sie helfen können

Helfen Sie, Leben zu retten. Hungrige Familien im Jemen sind auf unsere Hilfe angewiesen. Retten Sie heute Leben.