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Zunehmende bewaffnete Konflikte und Unsicherheit, weit verbreitete Armut und die negativen Auswirkungen des Klimawandels sind eine echte Bedrohung für die Länder im Zentrum der Sahelzone. Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur sowie Konflikte zwischen staatlichen und nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen haben zu massiver Vertreibung in Burkina Faso, Mali und Niger geführt.

Gewaltsam Vertriebene benötigen überlebenswichtige Hilfe. Die meisten von ihnen werden von Gemeinschaften aufgenommen, die oft selbst benachteiligt und sehr bedürftig sind. Während der Bedarf an Nahrungsmitteln und Hilfe immer weiter steigt, haben humanitäre Organisationen immer schlechteren Zugang zu den Menschen in Not.  

Die wachsende Unsicherheit bedroht die Fortschritte im Kampf gegen den Hunger und gefährdet die Nahrungsmittelproduktion und den ungehinderten Handel. Nachdem sie sich kaum von der akuten Hungerkrise im Sahel 2018 erholt haben, sehen sich viele bedürftige Familien heute noch dazu Gewalt ausgesetzt.

Schnelle humanitäre Hilfe ist jetzt unerlässlich, um Leben zu retten. Es ist eine enorme Herausforderung, die wachsenden humanitären Bedarfe zu decken und gleichzeitig die Erfolge zu schützen, die in den letzten Jahren in der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften erzielt wurden.

Neben der lebensrettenden humanitären Hilfe plant das UN Word Food Programme (WFP), jetzt vermehrt in Programme zu investieren, die Lebensgrundlagen sichern, Ökosysteme wiederherstellen, Arbeitsplätze schaffen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Dadurch sollen Leben nachhaltig verändert, Hunger beendet, unsichere Migration verringert, junge Menschen ausgebildet und Konflikte entschärft werden.

WFP benötigt für die Hilfe in den drei Staaten des zentralen Sahel mehr als 178 Millionen US-Dollar bis März 2021.

5 Millionen
Menschen plant WFP, in Burkina Faso, Mali und Niger zu erreichen
Mehr als 860.000
Menschen wurden in den drei Ländern vertrieben
178 Millionen US-Dollar
benötigt WFP bis März 2021

Wie das UN World Food Programme in der Sahel-Krise hilft

  • Burkina Faso

    Zu der WFP-Hilfe zählen: Ernährungshilfe für Vertriebene, aufnehmende Gemeinden, Geflüchtete und Menschen, die in der Zeit zwischen den Ernten nicht genügend zu essen haben; Schulmahlzeitenprogramme, inklusive eines Projektes für lokale Joghurtproduktion; Behandlung und Vorbeugung von Unterernährung; „Food Assistance for Assets“-Programme, in denen Bedürftige Ernährungshilfe im Gegenzug für den Aufbau nachhaltiger Infrastrukturen erhalten, etwa Bewässerungssysteme oder Dämme; Unterstützung von Wertschöpfungsketten; Mikro- und Makroversicherungen; Aufbau nationaler Kapazitäten; Bereitstellung von Informations- und Kommunikationstechnologie, Logistik und anderer Unterstützung für Partner je nach Bedarf.

  • Mali

    Wie in anderen Ländern im Sahel ist der Hunger in Mali groß. Die schwierigen klimatischen und landwirtschaftlichen Bedingungen und die hohe Armut werden durch Konflikte noch verschärft. WFP hilft mit einem ganzen Paket an Hilfsmaßnahmen, die von Nothilfe bis zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegen Schocks reicht.

  • Niger

    WFP unterstützt Bedürftige, darunter auch Geflüchtete und Vertriebene, mit Ernährungshilfe, Schulmahlzeiten und besonders Kinder zusätzlich mit nahrhafter Spezialnahrung. In den regulären Schulmahlzeitenprogrammen über das Schuljahr fördert WFP auch den lokalen Anbau. In einem gemeindebasierten Ansatz schafft WFP zusammen mit den betroffenen Gemeinschaften nachhaltige Lebensgrundlagen, etwa durch den Aufbau von Infrastruktur, Programme für ein besseres Management von Klimarisiken oder die Förderung der lokalen Landwirtschaft.

Wie Sie helfen können

Spenden Sie heute lebensrettende Nahrung für die Bedürftigsten.