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Haiti gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von Hunger betroffen sind. Die ohnehin schon katastrophale Lage im Land wurde durch das Erdbeben der Stärke 7,2, das am 14. August die Regionen im Südwesten des Landes erschütterte, noch verschärft. Mitten in einer aktiven Hurrikan-Saison hat das Land gleichzeitig mit zahlreichen Krisen zu kämpfen - darunter politische Instabilität, Bandenkriminalität und steigende Nahrungsmittelpreise. Dadurch steigt der Bedarf an humanitärer Hilfe in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten drastisch an.

Häuser, Schulen und Krankenhäuser wurden zerstört. Für die Menschen, die ihre Häuser verloren haben, gibt es nur begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten. Etwa eine Million Menschen in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten sind, leiden akut Hunger. 4,3 Millionen Menschen - die Hälfte der befragten Bevölkerung - hat derzeit landesweit nicht genug zu essen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat 2021 bisher 860.000 Menschen mit Ernährungsnothilfe unterstützt. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2020.

WFP verstärkt die Hilfe für chronisch hungerleidende Haitianer*innen im Erdbebengebiet und weitet die Unterstützung für neu in Not geratene Menschen aus. Bis 2021 plant WFP 1,1 Millionen Menschen mit Nothilfe zu unterstützen, darunter fast 325 000 Menschen, die in den Departements Sud, Grand'Anse und Nippes, den am stärksten vom Erdbeben betroffenen Regionen, dringend Nahrungsmittel benötigen.

Wie WFP in der Krise in Haiti hilft

Ernährungsnothilfe

WFP koordiniert die Nothilfe mit der Regierung und rund 50 Nichtregierungsorganisation im Land. WFP arbeitet mit mehreren Organisationen zusammen und hat mit UNICEF und der International Organization for Migration (IOM) gleichzeitige Verteilungen organisiert, um effizienter und schneller reagieren zu können. Jeden Tag erreicht WFP bis zu 10.000 Menschen, die vom Erdbeben betroffen sind, mit Nothilfe. Außerdem hat WFP über 200.000 warme Mahlzeiten in Krankenhäusern und Notunterkünften verteilt.

Nothilfekoordination

WFP steht bereit, die Regierung mit Ernährungsnothilfe, Logistik und Notfalltelekommunikation zu unterstützen. WFP hat im ganzen Land einen Vorrat an Nahrungsmitteln angelegt, um im Falle eines Wirbelsturms schnell reagieren zu können. Dieser Notvorrat, der Reis, Bohnen und Pflanzenöl umfasst, kann bis zu 270.000 Menschen einen Monat lang versorgen. Ein WFP-Hubschrauber und ein Flugzeug fliegen täglich mehrere Orte im Land an. Dieser Dienst hat sich als entscheidend für den Zugang zu schwer zugänglichen Orten erwiesen, da der Transport auf dem Landweg in bestimmte Teile des Landes unsicher ist.

Logistik

Um die Zugangs- und Sicherheitsherausforderungen zu verringern, hat WFP humanitäre Hilfe und Personal auf dem Luft-, Straßen- und Seeweg transportiert. Tägliche Konvois, die vom haitianischen Katastrophenschutz und WFP gemeinsam organisiert werden, fahren von Port-au-Prince in die südlichen Regionen. Um abgelegene Dörfer und bestimmte vom Erdbeben betroffene Gebiete zu erreichen, wird ein Lastkahndienst eingerichtet. Der vom WFP geführte humnaitäre Flugdienst UNHAS hat die Flüge in den Süden erhöht. Seit dem 14. August wurden zwei bis drei Flüge pro Tag durchgeführt und über 1 300 Passagiere und dringende Hilfsgüter in die am stärksten betroffenen Regionen transportiert.

Resilienz

Um die Bemühungen des Landes beim Wiederaufbau zu unterstützen, hat WFP kleinere Maßnahmen eingeleitet, darunter den Wiederaufbau von Gemeinschaftseinrichtungen. Um die Rückkehr in die Schulen und die Wiederaufnahme der Schulmahlzeitenprogramme zu beschleunigen, leisten WFP-Ingenieur*innen einen Beitrag beim Wiederaufbau, damit eine rasche Wiedereröffnung der Schulen in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten ermöglicht werden kann.

Wie DU helfen kannst

Der Bedarf an humanitärer Hilfe in Haiti steigt drastisch an. Spende noch heute und unterstütze WFP dabei, dass lebensrettende Nahrungsmittel die Familien erreichen, die sie am dringendsten benötigen.
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