Österreich und WFP – Ernährungshilfe konkret


Hilfe gegen Hunger vom Lebensministerium

Die österreichische Bundesregierung unterstützt das UN World Food Programme (WFP) seit vielen Jahren – vor allem im Bereich der Soforthilfe in Krisengebieten. Österreich ist dadurch ein wichtiger Partner für WFP, wenn es darum geht, schnell auf Konflikte oder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürren zu reagieren.

Zahlen & Fakten zur Kooperation

Im Jahr 2016 hat Österreich WFP die Rekordsumme von 5,9 Millionen Euro für syrischen Familien bereitgestellt. Insgesamt hat Österreich seit 2006 WFP-Programme mit rund 25 Millionen Euro unterstützt (Stand: Februar 2017). 

Zur engen Abstimmung über die Verwendung österreichischer Mittel kooperiert WFP mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), das den Bereich der Nahrungsmittelhilfe betreut, sowie der Austrian Development Agency (ADA). Zudem hat das österreichische Innenministerium – vor dem Hintergrund der europäischen Flüchtlingskrise – Ende 2015 eine Rahmenvereinbarung mit WFP unterzeichnet. Auf deren Basis kann Österreich bei Bedarf logistische Unterstützung wie beheizbare Zelte vom UN-Humanitarian Response Depot (UNHRD) anfordern, das von WFP gemanagt wird.

Wo und wie werden österreichische Gelder eingesetzt – Beispiele aus der Praxis

 

Syrien und die Nachbarländer

WFP unterstützt jeden Monat rund 4 Millionen Menschen innerhalb Syriens und 1,5 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern. Die Ernährungslage in Syrien bleibt angespannt. Nach über fünf Konfliktjahren sind die Ersparnisse tausender syrischer Flüchtlinge aufgebraucht. Sie benötigen dringend überlebenswichtige Unterstützung. Seit Beginn des Konflikts hat Österreich rund 13 Millionen Euro für WFP-Programme in der Region bereitgestellt, um Familien in Syrien und den Nachbarländern mit Ernährungshilfe zu helfen. 

Nepal

Zwei gewaltige Erbeben erschütterten Nepal im April und Mai 2015. Dabei kamen fast 9.000 Menschen ums Leben, 22.500 wurden verletzt und die Existenzgrundlage von rund 8 Millionen Menschen wurde zerstört. Dank der schnellen Hilfe von internationalen Gebern wie Österreich, konnte WFP allein in den ersten 6 Wochen über 2 Millionen Menschen mit lebenswichtiger Ernährungshilfe unterstützen.

Kenia und Somalia

In den kenianischen Flüchtlingscamps Dadaab and Kakuma leben 370.000 Menschen, vor allem aus Somalia und aus dem Sudan. WFP unterstützt die Flüchtlinge im größten Lager der Welt mit Nahrung und achtet darauf, dass sich Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie Kleinkinder und stillende Mütter, ausgewogen ernähren können. Österreich hat Flüchtlinge in Kenia mit insgesamt 463.000 Euro unterstützt und auch im Herkunftsland der Flüchtlinge geholfen: Mit mehr als 200.000 Euro hat das BMLFUW 2013 ein WFP-Programm im vom Bürgerkrieg und Dürre heimgesuchten Somalia unterstützt.