Liechtenstein und WFP – Flexible und schnelle Hilfe
Liechtenstein ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des UN World Food Programme (WFP). Nach Klimakatastrophen zählt das Land oft zu den Gebern, die am schnellsten Hilfe bereitstellen. Gleichzeitig leistet Liechtenstein kontinuierlich wichtige Unterstützung für vergessene und unterfinanzierte Krisen.
Federführend für die Zusammenarbeit mit WFP ist das Amt für Auswärtige Angelegenheiten (AAA). In den letzten fünf Jahren stellt es für WFP im Durchschnitt rund 327.400 CHF (ca. 331.300 Euro) pro Jahr bereit. Das vergleichsweise kleine Land gehört damit zu den Top-Gebern von WFP – betrachtet man das Level der Zuwendungen pro Kopf: So unterstützte 2020 jeder Bürger Liechtensteins WFP mit 13 CHF (rund 11,8 Euro) über Regierungszuwendungen.
Liechtenstein zeichnet sich als besonders flexibler Geber aus. Das ermöglicht WFP, Gelder dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. 2020 stellte Liechtenstein für die WFP-Hilfe im Jemen, in Simbabwe und der demokratischen Volksrepublik Korea sowie für die WFP-Soforthilfe in Krisenkontexten zur Verfügung.
Wo und wie werden liechtensteinische Gelder eingesetzt – Beispiele aus der Praxis
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Vergessene und unterfinanzierte Krisen
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Ein Schwerpunkt Liechtensteins sind vergessene und unterfinanzierte Krisen. Die flexible und berechenbare Unterstützung ist ein Beispiel für prinzipienfeste humanitäre Hilfe. Seit 2011 unterstützt das Land jährlich WFP-Programme in der Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK). Dank der Hilfe des AAA können dort angereicherte Spezialnahrung und Energiekekse in mehreren Provinzen lokal hergestellt werden, um Unterernährung und chronische Mangelernährung bei schwangeren und stillenden Frauen sowie Kindern zu vermeiden. 2020 konnte WFP mit den Mitteln aus Liechtenstein schätzungsweise 9.000 Kindergartenkinder für 2 Monate unterstützen.
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Nothilfe
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Innovative Pilotprojekte