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Die österreichische Bundesregierung unterstützt das UN World Food Programme (WFP) seit vielen Jahren – vor allem im Bereich der Soforthilfe in Krisengebieten. Österreich ist dadurch ein wichtiger Partner für WFP, wenn es darum geht, schnell auf Konflikte oder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürren zu reagieren.

Zur engen Abstimmung über die Verwendung österreichischer Mittel kooperiert WFP mit der Austrian Development Agency (ADA) sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT). Zudem hat das österreichische Innenministerium – vor dem Hintergrund der europäischen Flüchtlingskrise – Ende 2015 eine Rahmenvereinbarung mit WFP unterzeichnet. Auf deren Basis kann Österreich bei Bedarf logistische Unterstützung wie beheizbare Zelte vom UN Humanitarian Response Depot (UNHRD) anfordern, das von WFP gemanagt wird.

2019 stellte Österreich rund 4,3 Millionen Euro für die WFP-Hilfe in Burkina Faso, Äthiopien, Mosambik und Jemen bereit. Im selben Jahr erhielt WFP zum ersten Mal Gelder aus dem Auslandskatastrophenfond, der sich aus Mitteln des österreichischen Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) speist.

Wo und wie werden österreichische Gelder eingesetzt – Beispiele aus der Praxis

  • Jemen

    Mit den Mitteln aus dem Auslandkatastrophenfond konnte WFP 2019 95.830 Menschen im Jemen einen Monat lang mit lebensrettender Ernährungshilfe in Form von Gutscheinen unterstützen.
  • Mosambik

    Seit 2018 erhält WFP Förderungen durch lokale ADA-Vertretungen, etwa für Resilienz-Projekte. Nach dem schweren Zyklon Idai in Mosambik 2019 konnte WFP so mit österreichischer Hilfe die ausgewogene und nahrhafte Ernährung für Frauen, heranwachsende Mädchen und Kinder in der Provinz Sofala gewährleisten.
  • Äthiopien

    Bei seinem Besuch in Äthiopien machte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Bild von der Ernährungssituation. Trotz bemerkenswerter sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen in den letzten Jahren haben ca. 30 Millionen Menschen in Äthiopien – fast ein Drittel der Bevölkerung – noch immer zu wenig zu essen. Österreich unterstützte WFP in Äthiopien 2019 mit 1,5 Millionen Euro. Damit wurden unter anderem die Binnenvertriebene in der ärmsten Region des Landes mit Ernährungshilfe unterstützt.
  • Nepal

    Zwei gewaltige Erbeben erschütterten Nepal im April und Mai 2015. Dabei kamen fast 9.000 Menschen ums Leben, 22.500 wurden verletzt und die Existenzgrundlage von rund 8 Millionen Menschen wurde zerstört. Dank der schnellen Hilfe von internationalen Gebern wie Österreich, konnte WFP allein in den ersten 6 Wochen über 2 Millionen Menschen mit lebenswichtiger Ernährungshilfe unterstützen.