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Deutschland erneut Top-Unterstützer von WFP im Irak

Frau beim Training
Dank der deutschen Gelder kann WFP u.a. 52.200 Rückkehrern ein Einkommen und eine Ausbildung bieten, beispielsweise indem sie Flächen mit erntefähigen Bäumen aufforsten oder Kanäle wiederaufbauen.
BAGHDAD - Die deutsche Bundesregierung hat dem UN World Food Programme (WFP) im Irak 17,5 Millionen Euro für Ernährungshilfe für syrische Flüchtlinge, Rückkehrer und bedürftige Gemeinden zur Verfügung gestellt. Deutschland ist derzeit der größte WFP-Geber im Irak und stellt seit vier Jahren in Folge einen der beiden Top-Geber des Landesbüros.

„Der Irak ist immer noch dabei, einen zukunftsfähigen Staat aufzubauen damit mehr Bürger in Würde zurückkehren können", sagte Jochen Möller, Chargé d'Affaires der deutschen Botschaft im Irak. „Deshalb leistet Deutschland weiterhin Hilfe für die Schwächsten und unterstützt gleichzeitig das Bestreben der Menschen, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen."

Die Zuwendungen stammen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Auswärtigen Amt.

WFP kann 28.600 syrische Flüchtlinge mit den 2,5 Millionen Euro des Auswärtigen Amts unterstützen. Bereits im April hatte das Auswärtige Amt WFP 4,5 Millionen Euro für die Ernährungshilfe für binnenvertriebene Familien im Irak zur Verfügung gestellt. Dank der BMZ-Zuwendung in Höhe von 15 Millionen Euro kann WFP außerdem 52.200 Rückkehrern ein Einkommen und eine Ausbildung bieten, beispielsweise indem sie Flächen mit erntefähigen Bäumen aufforsten oder Kanäle wiederaufbauen. Bei den Rückkehrern handelt es sich um Menschen, die durch den Konflikt vertrieben wurden und zum Teil schon seit vielen Jahren in Camps für Vertriebene im Irak leben.

„Diese deutschen Gelder helfen WFP beim reibungslosen Übergang von Nothilfe zu Entwicklungszusammenarbeit für die hilfsbedürftigen Familien, die unsere Unterstützung benötigen", sagte der WFP Landesdirektor im Irak, Abdirahman Meygag. „Beim Wiederaufbau ein Einkommen zu erwirtschaften und gleichzeitig etwas zu lernen, ermöglicht den Menschen, wichtige Schritte in die richtige Richtung langfristiger Selbstversorgung zu gehen."

Indirekt werden zusätzlich 63.000 Menschen aus bedürftigen Gemeinden von der Wiederherstellung der Wassersysteme, der ländlichen Agrarproduktion und den Gewächshäusern in den städtischen Gebieten profitieren. Landesweit kommen die BMZ-Gelder Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel zugute.

Außerdem können junge Menschen durch das EMPACT Programm „Empowerment in Action“ von WFP digitale Kompetenzen und Englischkenntnisse erwerben. EMPACT bietet syrischen Flüchtlingen und bedürftigen irakischen Jugendlichen eine Berufsausbildung. In Zusammenarbeit mit führenden Technologieunternehmen bietet das Projekt Softwareschulungen und Absolventen Beschäftigungschancen im Onlinebereich, EMPACT hilft jungen Menschen und aufnehmenden Gemeinden dadurch nachhaltige Lebensgrundlagen aufzubauen.

Kontakt

Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

+4916099261730

bettina.luescher@wfp.org