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Deutschland sagt mehrjährige Ernährungshilfe für sahrauische Geflüchtete in Algerien zu

Photo Ambassadrice Allemagne et Representant
„Das UN World Food Programme leistet einen unverzichtbaren Beitrag bei der Versorgung der sahrauischen Flüchtlinge in Tindouf“, sagt Ulrike Knotz, deutsche Botschafterin in Algerien. Hier mit WFP-Landesdirektor Imed Khanfir.
ALGIER – Das UN World Food Programme (WFP) begrüßt eine mehrjährige Zuwendung der deutschen Bundesregierung für Ernährungshilfe für Geflüchtete aus der Westsahara – sogenannten Sahraui, die in Algerien leben. WFP erhält für die Jahre 2020 und 2021 jeweils eine Million Euro.

Dank der Mittel des deutschen Auswärtigen Amts kann WFP den Ernährungsbedarf der bedürftigsten Sahraui mit monatlichen Nahrungsmittelrationen aus Getreide (Reis, Gersten- und Weizenmehl), Hülsenfrüchten, Pflanzenöl, Zucker und angereicherter Spezialnahrung decken. Ein Teil der deutschen Gelder fließt in die Unterstützung des Schulmahlzeitenprogramms, welches circa 40.000 Kindern den Schul- oder Kindergartenbesuch in Flüchtlingscamps ermöglicht. Gegen den akuten Hunger erhält jedes Kind einen Vormittagssnack aus nährstoffreichen Keksen und Milch.

„Diese mehrjährige Zuwendung ist wichtig, da sie uns erlaubt, im Voraus zu planen. Für Ernährungshilfe sind eine vorhersehbare Finanzierung und Zeitplanung absolut entscheidend“, sagt Imed Khanfir, WFP-Landesdirektor in Algerien. „WFP ist der deutschen Bevölkerung und Bundesregierung sehr dankbar für die kontinuierliche Unterstützung. Damit können wir geflüchteten sahrauischen Familien und Schulkindern helfen.“

Deutschland ist einer der wichtigsten Partner für WFP in Algerien. Seit 2016 hat die Bundesregierung jedes Jahr eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

„Das UN World Food Programme leistet einen unverzichtbaren Beitrag bei der Versorgung der sahrauischen Flüchtlinge in Tindouf“, sagt die deutsche Botschafterin in Algerien, Ulrike Knotz.

„Deutschland möchte mit seiner Zusage der mehrjährigen Förderung sicherstellen, dass WFP in dieser lang anhaltenden und von der Öffentlichkeit wenig beachteten Krise auch in Zukunft auf die nötige Unterstützung setzen kann. Deutschland ist einer der größten Geber für WFP in Algerien.“

Seit über 40 Jahren leben die Sahraui unter extremen Bedingungen in der Sahara im südwestlichen Algerien. Mit limitierten Einkommensmöglichkeiten und fehlenden Lebensgrundlagen sind die geflüchteten Familien in den fünf Flüchtlingscamps nahe der algerischen Stadt Tindouf fast vollständig auf WFP-Ernährungshilfe angewiesen.

In Algerien unterstützt WFP Geflüchtete aus Westsahara seit 1986. Die WFP-Programme in Algerien werden in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen durchgeführt und überprüft, um sicherzustellen, dass die Hilfe die Bedürftigen erreicht.

 

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Das UN World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

Kontakt

Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

Tel. +49 30 20 614929

Mob. +49 160 99261730

bettina.luescher@wfp.org