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Hunger-Hotspots 2020: Wo sich der Hunger weltweit verschlimmern wird

Foto: WFP/ Marwa Awad
Foto: WFP/ Marwa Awad
Rom – Hungerkrisen in Subsahara-Afrika werden eskalieren. Das zeigt ein Bericht des UN World Food Programme (WFP) zu den weltweiten Hunger-Hotspots in der ersten Jahreshälfte von 2020. Millionen Menschen in Simbabwe, der Demokratischen Republik Kongo, der zentralen Sahelregion und im Südsudan werden in den kommenden Monaten lebenswichtige Ernährungshilfe benötigen. Das gewaltige Ausmaß und die Komplexität der Herausforderungen in Afrika und anderen Teilen der Welt werden die Kapazitäten von WFP und anderen Organisationen an ihre Grenzen bringen. Der Ausbau humanitärer Hilfe wird erneut die großzügige Unterstützung von Geberregierungen erfordern, um Menschenleben zu retten und Entwicklung zu fördern.

„WFP bekämpft zum Beginn von 2020 große und komplexe humanitäre Krisen an verschiedenen Orten“, sagte WFP-Exekutivdirektor David Beasley. „In manchen Ländern sorgt die Kombination aus Konflikten und Instabilität zusammen mit Klimaextremen dafür, dass Menschen aus ihrer Heimat, von ihren Feldern und Arbeitsplätzen vertrieben werden. In anderen Ländern kommen Klimaschocks zu wirtschaftlichem Kollaps hinzu und drängen Millionen Menschen in Hunger und Armut."   

Der Bericht „WFP 2020 Global Hotspots“ zeigt, dass die Lage in Zimbabwe immer prekärer wird. Die Wirtschaft implodiert, während das Land den Höhepunkt der Hungerzeit vor der nächsten Ernte erreicht. Nahrungsmittel sind besonders knapp und die Zahl der Hungernden ist auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. WFP plant, mehr als vier Millionen Zimbabwer*innen zu unterstützen und die regionale Dürre droht, bereits innerhalb der ersten Monate des Jahres noch weitere Länder in den Hunger zu stürzen.

„Im letzten Jahr wurde WFP gerufen, um dringend umfassende Hilfe im Jemen, in Mosambik nach dem Zyklon Idai, in Burkina Faso und anderen Krisen zu leisten und Hungersnöte abzuwenden“, sagte WFP-Nothilfedirektorin Margot Van Der Velden. „Aber die Welt ist ein gnadenloser Ort. Mit dem Beginn des Jahres 2020 steht WFP vor neuen, gewaltigen humanitären Herausforderungen, die wir sehr dringend angehen müssen.“

Die wachsende Krise in Haiti gibt zum Jahreswechsel ebenfalls Anlass zu großer Sorge. Die eskalierenden Unruhen legen die Wirtschaft lahm und nach einem Zuwachs von 40% innerhalb nur eines Jahres (Oktober 2018 – Oktober 2019) sind die Nahrungsmittelpreise für viele Menschen unbezahlbar. Laut einer aktuellen IPC-Studie zur Ernährung sorgt dies dafür, dass 3,7 Millionen Menschen – ein Drittel der Bevölkerung – Ernährungshilfe benötigen.

In Asien lautet ein besorgniserregender Hunger-Hotspot Afghanistan: Dort können sich mehr als 11 Millionen Menschen – mehr als ein Drittel der Bevölkerung – aufgrund von Unsicherheit und Dürren nicht ausreichend ernähren.

Während WFP weiterhin umfangreiche Hilfe im Jemen leistet, ist WFP außerdem über die wachsenden Ernährungsbedarfe im Irak und im Libanon besorgt. Dort steigt der Hunger wegen ziviler Unruhen und makroökonomischer Krisen.

WFP benötigt voraussichtlich mehr als 10 Milliarden US-Dollar, um 2020 alle Einsätze in mehr als 80 Ländern weltweit vollständig finanzieren zu können.

“Bei WFP planen wir jedes Jahr für die nächsten zwölf Monate im Voraus. Wir bitten großzügige Regierungen, Institutionen des Privatsektors und die Zivilgesellschaft um Unterstützung für unsere humanitären und Entwicklungsziele“, sagte Beasley. „Als Organisation, die vollständig von freiwilligen Spenden abhängig ist, sind wir dafür verantwortlich, zu zeigen, dass WFP auch weiterhin die effizienteste und effektivste Organisation weltweit ist, die Ernährungshilfe leistet und weltweit Leben rettet und Leben verändert“.

Bildmaterial von Hunger-Hotspot Ländern finden Sie hier

 

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Das UN World Food Programme (WFP) rettet Leben in Notfällen und hilft Millionen Menschen durch nachhaltige Entwicklung. WFP arbeitet in über 80 Ländern weltweit, ernährt Menschen, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, und schafft Grundlagen für eine bessere Zukunft.

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Kontakt

Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

Tel. +49 30 20 614929

Mob. +49 160 99261730

bettina.luescher@wfp.org