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UNICEF und WFP: 370 Millionen Kinder erhalten aufgrund von Schulschließungen keine Schulmahlzeiten mehr– ihre Zukunft steht auf dem Spiel

Foto: WFP/Miller Choles, Diese Frau erhält WFP Nahrungsmittelrationen zum Mitnehmen für ihre Kinder, die an der Bildungseinrichtung Divina Pastora in Riohacha, La Guajira, Kolumbien, studieren.
Foto: WFP/Miller Choles, Diese Frau, erhält WFP Nahrungsmittelrationen zum Mitnehmen für ihre Kinder, die an der Bildungseinrichtung Divina Pastora in Riohacha, La Guajira, Kolumbien, studieren.
ROM/NEW YORK – Durch die Covid-19-Krise wächst der Anteil der Hungernden unter den Armen der Welt. Aufgrund von Schulschließungen erhalten derzeit 370 Millionen Kinder keine Schulmahlzeiten. Das UN World Food Programme (WFP) und UNICEF fordern die nationalen Regierungen dazu auf, verheerenden Auswirkungen der Pandemie auf die Ernährung und die Gesundheit der Kinder vorzubeugen.

„Für Millionen Kinder auf der ganzen Welt ist die Schulmahlzeit die einzige pro Tag. Ohne Schulspeisungen leiden sie Hunger, riskieren krank zu werden oder die Schule abzubrechen. Das verschlechtert ihre Chancen, der Armut zu entkommen. Wir müssen jetzt handeln, damit die Gesundheitspandemie nicht zu einer Hungerkatastrophe wird", so WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

Schulmahlzeiten sind gerade für Mädchen besonders wichtig. In vielen armen Ländern ist die Aussicht auf eine warme Mahlzeit in der Schule für viele Eltern ein Grund, ihre Töchter zur Schule zu schicken. Dadurch sind sie auch von schwerer Hausarbeit entlastet und das Risiko sinkt für sie, früh verheiratet zu werden.

„Schulen sind viel mehr als nur ein Ort des Lernens. Für viele Kinder ist die Schule ein lebenswichtiger Zugang zu Schutz, Gesundheitsversorgung und Nahrung. Wenn wir jetzt nicht handeln – indem wir die lebensrettende Hilfe für die am stärksten gefährdeten Kinder ausbauen – werden die verheerenden Auswirkungen von Covid-19 noch Jahrzehnte zu spüren sein", sagt  UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

Neben Schulmahlzeitenprogrammen profitieren Kinder in armen Ländern oft von der Gesundheitsversorgung und Ernährungshilfe in den Schulen – sie erhalten etwa Impfungen, Entwurmungen und zusätzliche Nährstoffe wie Eisenpräparate.

In Reaktion auf einen kürzlich veröffentlichen Bericht des UN-Generalsekretärs, in dem die hohe Zahl der Schulkinder, die derzeit keine Schulmahlzeiten mehr erhalten, hervorgehoben wurde, arbeiten WFP und UNICEF mit Regierungen zusammen, um diese Kinder zu unterstützen.

In der Partnerschaft werden WFP und UNICEF in den kommenden Monaten Regierungen dabei unterstützen, dass Kinder sobald die Schulen wieder öffnen von Schulmahlzeiten und Programmen für gesunde Ernährung profitieren. Damit soll auch ein Anreiz für Eltern geschaffen werden, ihre Kinder wieder zurück in die Schule zu schicken. Die Organisationen arbeiten außerdem in Form einer Online Schulmahlzeiten-Karte zusammen, die interaktiv und aktuell Informationen zur Anzahl der Kinder veranschaulicht, die Ernärhungshilfe durch Schulen benötigen.

Zur Unterstützung dieser Arbeit – die sich zunächst auf 10 Millionen Kinder in 30 armen und fragilen Staaten konzentriert – benötigen UNICEF und WFP 600 Millionen US-Dollar. Die Arbeit wird eng mit der sogenannten „Global Education Coaliation" der UNESCO abgestimmt, um sicherzustellen, dass Kinder weltweit trotz der Auswirkungen von COVID-19 Zugang zu Bildung haben.

 

Aktuelles Fotomaterial der Schulmahlzeitenoprogramme finden Sie zum Download hier.

Aktuelles Videomaterial hier.

 

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Über WFP

Das UN World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

Über UNICEF

UNICEF arbeitet an einigen der schwierigsten Orten der Welt, um die am stärksten benachteiligten Kinder der Welt zu erreichen. In mehr als 190 Ländern und Gebieten arbeiten wir für jedes Kind, überall, um eine bessere Welt für alle zu schaffen.

Kontakt
Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

Tel. +49 30 20 614929

Mob. +49 160 99261730

bettina.luescher@wfp.org