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Mehr als fünfzig Jahre in der humanitären Hilfe haben uns gezeigt, dass Hunger ein komplexes Problem ist. Wir können Hunger nicht alleine lösen, sondern brauchen starke Partner. Wir haben gelernt, dass wir im Kampf gegen den Hunger nicht nur Nahrungsmittel zur Verfügung stellen, sondern auch Bargeldtransfers einsetzen müssen. Und nicht nur Bargeldtransfers einsetzen, sondern auch Wissen vermitteln müssen. Nicht einfach Wissen vermitteln, sondern genau das Wissen, das vor Ort Sinn ergibt. Und kein Wissen, das wir einseitig besitzen und weitergeben, sondern Wissen, das in Gesprächen unter Gleichen entsteht.

Die unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen, ständig neue Friedens- und Konfliktbedingungen, variierendes Klima und die Komplexität der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erfordern, dass wir die Hilfe ständig kalibrieren und anpassen. Daher wächst unsere Palette von Instrumenten und Ansätzen für Ernährungshilfe ständig. Einzeln oder in Kombination eingesetzt, immer maßgeschneidert und nie identisch, drücken diese Werkzeuge unser aktuelles Verständnis aus, wie man Zero Hunger erreichen kann.

In der Praxis:

  • Leisten wir Ernährungshilfe für Bedürftige und ihre Familien – sie Nahrungsmittel, etwa in Form von Notrationen, Geld oder elektronische Gutscheine.
  • Stärken nationale Kapazitäten oder unterstützen nationale Akteuren – etwa Regierungen oder die Zivilgesellschaft – auch direkt, damit sie bessere Strategien und Programme für eine Welt ohne Hunger entwickeln und umzusetzen können.
  • Fördern wir Süd-Süd- und Dreieckskooperationen, das heißt den Austausch von Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Ressourcen und technischem Know-how zwischen Entwicklungsländern, damit sie ihre nationalen humanitären Ziele oder Entwicklungsziele besser erreichen können.
74 Prozent der WFP-Landesbüros
förderten 2017 in Süd-Süd-Kooperationen
In 84 Hilfseinsätzen
in 54 Ländern nutzte WFP 2016 Bargeldtransfers in der Ernährungshilfe