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WFP erreicht Rekordzahl von Menschen mit Ernährungshilfe in Somalia angesichts der anhaltenden Gefahr einer Hungersnot

MOGADISHU - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) unterstützt eine Rekordzahl von Menschen in Somalia mit lebensrettender Ernährungshilfe. Jeden Monat erhalten über vier Millionen Menschen humanitäre Hilfe, um angesichts der schlimmsten Dürre in der Region seit über 40 Jahren eine Hungersnot zu verhindern.

Die Aufstockung der Hilfe hat dazu beigetragen, dass die schlimmsten Folgen der Hungerkrise in Somalia bisher abgewendet werden konnten. Doch die Lage vor Ort ist nach wie vor katastrophal, viele Menschen haben ihr Leben verloren und Lebensgrundlagen wurden zerstört. WFP befindet sich in einem Wettlauf gegen die Zeit, um eine drohende Hungersnot abzuwenden und zehn- oder sogar hunderttausende weitere Todesfälle zu verhindern.

Zusätzliche Informationen für Journalist*innen:

  • In den letzten sechs Monaten hat WFP die Zahl der Menschen, die mit lebensrettenden Nahrungsmitteln und Bargeld unterstützt wurden, von 1,7 Millionen im April auf 4,4 Millionen im August ausgeweitet. Weitere 450.000 Kinder und Mütter erhielten im August Ernährungshilfe von WFP, da wir sowohl die Zahl der Projekte als auch die Zahl der Behandlungsstellen ausgeweitet haben.
  • Im September erreichte WFP fast 4,1 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln und Bargeld und eine halbe Million unterernährte Kinder und Mütter mit entsprechenden Behandlungen.
  • WFP arbeitet daran, diese Ausweitung fortzusetzen, auch in schwer zugänglichen Gebieten, und die Investitionen in längerfristige Programme wie die Prävention von Unterernährung zu erhöhen, um die Zahl der Menschen, die Unterstützung benötigen, zu verringern.
  • Die Maßnahmen zur Prävention von Unter- und Mangelernährung wurden ab dem zweiten Quartal 2022 fast vollständig ausgesetzt, da WFP aufgrund begrenzter Mittel gezwungen war, der Nothilfe Vorrang einzuräumen. Inzwischen haben wir einige Präventionsmaßnahmen für Kinder und schwangere oder stillende Frauen wieder aufgenommen und arbeiten an weiteren Maßnahmen.
  • WFP erreicht neue ländliche Gebiete, unter anderem in den vom Hunger bedrohten Bezirken Baidoa und Burhakaba, mit Nahrungsmitteln und Bargeldhilfe. Die mobilen Geldtransfers von WFP sind ein effizientes Mittel, um die Menschen in schwer zugänglichen Gebieten schnell zu erreichen.
  • Im September setzte WFP in Somalia einen neuen Hubschrauber ein, um Ernährungshilfe in schwer zugängliche Gebiete zu bringen und humanitäre Helfer*innen an die Orte zu fliegen, an denen sie am dringendsten benötigt werden. Das von WFP geleitete Logistik-Cluster nutzt den Hubschrauber auch, um im Auftrag anderer UN-Organisationen und NGOs humanitäre Hilfe zu leisten. Der Hubschrauber hat im September und Oktober bisher über 30 Flüge durchgeführt.
  • WFP ist die größte humanitäre Organisation in Somalia und verfügt über zwölf Büros in allen Bundesstaaten des Landes.
  • Die massive Aufstockung der Hilfe von WFP wurde vor allem in den letzten Monaten durch die rechtzeitige Unterstützung der wichtigsten Geber ermöglicht. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Unterstützung aufrechterhalten wird. WFP hat für die nächsten sechs Monate bis März 2023 eine Finanzierungslücke von 412 Mio. USD für alle Aktivitäten, einschließlich einer Finanzierungslücke von 315 Mio. USD für lebensrettende Ernährungshilfe.

 

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Wir retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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Themen

Somalia Ernährung Dürren Klima

Kontakt

Martin Rentsch

Pressesprecher

Mob. +49 160 99 26 17 30

martin.rentsch@wfp.org