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COVID-19: WFP-Exekutivdirektor zur Arabischen Liga: Unser Handeln jetzt entscheidet, ob aus dieser Gesundheitskrise eine Hungerpandemie wird

KAIRO – Der Exekutivdirektor des UN World Food Programme (WFP) David Beasley sagte heute, dass COVID-19 die Zahl der Hungernden in der arabischen Welt um mehr als 14 Millionen in die Höhe treiben wird. Damit steigt der Hunger in der Region auf insgesamt über 50 Millionen Betroffene.

„Seit Beginn dieser Pandemie hat WFP führende Politikerinnen und Politiker in der ganzen Welt dazu aufgerufen, zu handeln und viele sind diesem Ruf nachgekommen – darunter auch Mitglieder der Arabischen Liga“, sagte Beasley bei der Eröffnungssitzung der 106. Ministertagung des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Liga der Arabischen Staaten (LAS). „Wir müssen zusammen Hand in Hand auf den Tag hinarbeiten, an dem WFP in der arabischen Welt nicht mehr gebraucht wird.”

Die Konferenz fand zu einem Zeitpunkt statt, an der die globale Pandemie bereits bestehende Krisen wie Kriege, Hungersnöte, wirtschaftliche Zusammenbrüche und politische Unruhen noch weiter verschärft. 

„Die Liga der Arabischen Staaten schätzt ihre Partnerschaft mit WFP und die Rolle, die WFP bei der Bewältigung der zahlreichen Notfälle und Herausforderungen in der arabischen Region spielt, die sich durch die COVID-Pandemie noch verschärft haben“, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit. „Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit mit WFP fortzusetzen und unsere gemeinsamen Ziele voranzubringen, insbesondere in den von Konflikten heimgesuchten Gebieten, sowie im Hinblick auf die Verwirklichung gesicherter Ernährung in der gesamten arabischen Welt.

Einige der größten und wichtigsten WFP-Hilfseinsätze befinden sich im Jemen, Sudan, in Syrien, Libyen und Somalia, wo WFP alleine im Juli 2020 mehr als 14,4 Millionen Menschen mit Ernährungshilfe unterstützte. Darüber hinaus leistet WFP in der gesamten Region Hilfe für fast 1,5 Millionen syrische Geflüchtete, die im Libanon, in Jordanien, Ägypten und im Irak leben und reagiert auf die dreifache Krise im Libanon – die jüngste Explosion im Hafen, COVID-19 und den anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung.

„Die WFP Teams setzen an vorderster Front alles daran, den neuen Herausforderungen, die das Coronavirus mit sich bringt, zu begegnen. Diese Herausforderungen sind größer als jede Nation oder Institution – und wir stehen an einem Scheideweg. Wir müssen gemeinsam handeln oder werden gemeinsam untergehen“, sagte Beasley.

Der WFP-Exekutivdirektor forderte nationale Regierungen nachdrücklich auf, in nationale Schutzprogramme und soziale Sicherheitsnetze zu investieren, um Familien durch die Krise zu bringen.

Beasley sagte, die Unterstützung durch LAS-Mitglieder habe WFP ermöglicht, Menschen in der Region und darüber hinaus neue Hoffnung zu schenken. In den letzten Jahren haben sich die LAS-Mitgliedsstaaten außerdem zu wichtigen Gebern entwickelt, die den weltweiten Kampf gegen den Hunger entscheidend unterstützen. LAS-Mitgliedstaaten haben WFP 2018 mit 531 Millionen US-Dollar und 2019 mit 687 Millionen US-Dollar unterstützt – das sind mehr als 20 Prozent aller Mittel, die WFP für seine Hilfsprogramme in der Region erhielt.

 

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Über das World Food Programme

Das UN World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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Exekutivdirektor Gesundheitskrisen
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