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Knappe Nahrungsmittel: WFP-Chefin fordert dringend sicheren und ausgeweiteten humanitären Zugang zum Gazastreifen

KAIRO - Die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), Cindy McCain, forderte am Grenzübergang Rafah einen sicheren und erweiterten humanitären Zugang zum Gazastreifen. Der Bedarf an humanitärer Hilfe steige sprunghaft an und die kritischen Nahrungsmittelvorräte hätten einen gefährlichen Tiefstand erreicht.

In den vergangenen Wochen war der Zugang zum Gazastreifen mit Ausnahme des Grenzübergangs Rafah praktisch versperrt. Die Hilfslieferungen nach Gaza haben zwar stetig zugenommen, reichen aber bei weitem nicht aus, um den exponentiell wachsenden Bedarf zu decken.

"Im Moment wissen Eltern in Gaza nicht, ob sie ihre Kinder heute ernähren können und ob sie den morgigen Tag überhaupt erleben werden. Das Leid, das nur wenige Meter entfernt ist, ist unvorstellbar, wenn man auf dieser Seite der Grenze steht", sagte Cindy McCain, als sie vom Grenzübergang Rafah in Ägypten zurückkehrte.

"Das ist ein dringendes Plädoyer für die Millionen von Menschen aus, deren Leben durch diese Krise zerrissen wird", fügte sie hinzu.

McCain beendet damit einen zweitägigen Besuch in Ägypten, bei dem sie mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah El-Sisi und hochrangigen Regierungsvertretern zusammentraf und das humanitäre Zentrum des Ägyptischen Roten Halbmonds in Al Arish besuchte. Sie inspizierte auch den raschen Ausbau der logistischen Abläufe und Überwachungssysteme am Grenzübergang Rafah, die für die Versorgung der Menschen im Gazastreifen von entscheidender Bedeutung sind.

"Wir wissen alle Bemühungen zu schätzen, die darauf abzielen, einen stetigen Strom humanitärer Hilfsgüter über die Grenze zum Gazastreifen zu ermöglichen. Die Arbeit des Ägyptischen Roten Halbmonds ist bemerkenswert. Wir müssen weiterhin zusammenarbeiten, um einen sicheren und dauerhaften Zugang zum Gazastreifen in einem Umfang zu ermöglichen, der den katastrophalen Bedingungen für die Familien dort entspricht", so McCain.

Während ihres Besuchs lotete McCain Möglichkeiten aus, wie das WFP sein umfangreiches Fachwissen im Bereich der Logistik in Notsituationen nutzen kann, um die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Ägyptischen Roten Halbmond weiter auszubauen und die Lieferung humanitärer Hilfe in den Gazastreifen zu verbessern. Sie lobte die Bemühungen der freiwilligen Helfer, die unermüdlich daran arbeiten, ihren Nachbarn lebensrettende Hilfe zukommen zu lassen.

"Die Krise im Gazastreifen ist nicht nur eine lokale Tragödie, sondern erinnert uns auch eindringlich daran, dass sich unsere weltweite Nahrungsmittelkrise verschärft. Diese Krise bedroht nicht nur den Frieden und die Stabilität in der Region, sondern untergräbt auch unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung des weltweiten Hungers", so McCain.

Das WFP stockt seine Hilfe auf, um in den nächsten Wochen mehr als eine Million Menschen mit dringender Nahrungsmittelhilfe zu erreichen. Mehr als 650.000 Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland haben seit dem 7. Oktober Lebensmittel und Bargeld vom WFP erhalten. Das WFP verteilt täglich frisches Brot, Dattelriegel und Konserven an Familien in UN-Unterkünften und Lebensmittelpakete an vertriebene Familien in den Aufnahmegemeinden. WFP bietet den Menschen im Gazastreifen weiterhin Bargeldtransfers an, damit sie die in den noch geöffneten Geschäften erhältlichen Lebensmittel kaufen können.

 

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt im Kampf gegen den Hunger. Wir retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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