Deutschland bleibt zentraler Partner von WFP im Nahen Osten und in Nordafrika – lebensrettende Unterstützung und Stärkung der Resilienz in Zeiten globaler Herausforderungen
„Die Unterstützung Deutschlands unterstreicht die entscheidende Bedeutung humanitärer Verantwortung in Zeiten globaler Unsicherheit“, sagte Samer Abdeljaber, WFP-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Diese Partnerschaft ermöglicht es WFP, Menschen in ihren schwierigsten Momenten beizustehen – von Familien, die vor Gewalt fliehen müssen, bis hin zu Gemeinschaften, die durch Wirtschaftskrisen und Klimaschocks an den Rand gedrängt werden. Deutschlands Beiträge sind weit mehr als finanzielle Hilfe: Sie sind ein Zeichen von Solidarität und Hoffnung.“
Die Lage in der Region verschlechtert sich weiter: langanhaltende Konflikte, Massenvertreibungen, steigende Lebenshaltungskosten und immer häufigere Klimaschocks setzen gefährdete Gemeinschaften enorm unter Druck. Täglich stehen Millionen Menschen vor der unmöglichen Wahl, ihre Familien zu ernähren oder andere grundlegende Bedürfnisse zu decken. In diesem schwierigen Umfeld ermöglicht die deutsche Finanzierung WFP, sowohl sofortige Nothilfe als auch langfristige Programme zur Stärkung der Resilienz und Eigenständigkeit umzusetzen.
Im Jahr 2025 stellte Deutschland WFP in der Region insgesamt 158 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kamen 95 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt und ermöglichten lebensrettende humanitäre Hilfe in einigen der fragilsten Krisen der Region. In Gaza unterstützt das WFP weiterhin 1,8 Millionen Menschen, die auf Ernährungshilfe angewiesen sind. In Jordanien erhielten syrische Geflüchtete Bargeldhilfen zur Deckung grundlegender Bedürfnisse. In Syrien erreichte WFP die vulnerabelsten Haushalte mit gezielter Ernährungshilfe, während in Libanon gefährdete Familien Unterstützung erhielten, um die Auswirkungen der schweren Wirtschaftskrise zu bewältigen.
Deutschland setzte 2025 auch seine Unterstützung für die Initiative „Grain from Ukraine“ fort, bei der die Ukraine Weizen spendet und internationale Partner die Transport- und Vertriebskosten übernehmen. Deutschland stellte 8 Millionen Euro bereit, um ukrainischen Weizen nach Syrien zu liefern, wo er in lokalen Bäckereien zu Brot verarbeitet wird – eine Hilfe, die fast zwei Millionen Menschen erreicht.
Darüber hinaus stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 63 Millionen Euro für langfristige Resilienzprogramme von WFP bereit. Diese Unterstützung stärkt soziale Sicherungssysteme in Syrien, fördert Schulmahlzeiten im Libanon und hilft, Mangelernährung im Jemen zu verhindern. Die BMZ-Finanzierung unterstützte zudem Initiativen zum Schutz von Lebensgrundlagen, zur Verbesserung der Klimaresilienz und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber wiederkehrenden Krisen.
Im Jahr 2025 trug die deutsche Finanzierung zu WFP-Einsätzen in der gesamten Region bei, darunter Algerien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Libyen, Palästina, Syrien und Jemen. „Das Engagement Deutschlands macht jeden Tag einen Unterschied für Millionen Menschen in der Region“, betonte Abdeljaber. „Wir schätzen diese vertrauensvolle Partnerschaft sehr, die auf gemeinsamen Werten und dem festen Willen beruht, Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.“
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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt im Kampf gegen den Hunger. Wir retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.
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