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Konflikt und COVID-19 stürzen mehr als 3 Millionen Menschen in Burkina Faso in den akuten Hunger

Workers offloading flour at a WFP warehouse in Kaya, north of Ouagadougou, Burkina Faso - WFP/Marwa Awad
Workers offloading flour at a WFP warehouse in Kaya, north of Ouagadougou, Burkina Faso - WFP/Marwa Awad
OUAGADOUGOU – Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das UN World Food Programme (WFP) warnen unter Berufung auf alarmierende neue Daten, dass dringende und nachhaltige Hilfe gegen den Hunger in Burkina Faso erforderlich ist. Schätzungsweise 3,3 Millionen Menschen leiden in der aktuellen „Hungersaison“ – der Zeit zwischen dem Verbrauch der letzten und der neuen Ernte im September – derzeit akut Hunger.

Die jüngste Analyse des sogenannten Cadre Harmonisé (eines Zusammenschlusses verschiedener Organisationen zur einheitlichen Hungermessung) zeigt in Burkina Faso die drastische Zunahme des akuten Hungers um mehr als 50 Prozent seit der letzten Bewertung im März. Expert*innen schlagen Alarm, dass die Hungerkrise durch die negativen Auswirkungen von COVID-19 auf die Einkommensmöglichkeiten der Menschen verschärft wird. Das Land in der Sahelregion ist noch dazu von Konflikten und Klimawandel gezeichnet.

 

Die zwei Provinzen Oudalan und Soum sind auf das vom Cadre Harmonisé definierte Notfallniveau des Hungers abgerutscht. Etwa drei Prozent der Menschen in diesen nördlichen Gebieten leiden der Analyse zufolge unter katastrophaler akuter Ernährungsunsicherheit und sind extremen Lücken bei der Nahrungsmittelversorgung ausgesetzt, was zu alarmierender akuter Mangelernährung führt. Viele der am schlimmsten betroffenen Menschen wurden durch Kämpfe in der Region aus ihren Häusern vertrieben.

 

„Wir sehen eine alarmierende Verschlechterung der Ernährungssicherheit in den am schlimmsten betroffenen Teilen des Landes“, sagte David Bulman, WFP-Landesdirektor in Burkina Faso. „Wir müssen sofort Maßnahmen ergreifen, um diesen Trend in den beiden Provinzen umzukehren. Es wäre nichts weniger als eine Katastrophe, wenn eine ganze Generation Konflikten, Vertreibung und Hunger zum Opfer fällt“.

 

„Die COVID-19-Pandemie verschärft die Krise momentan zusätzlich, die sich bereits davor besorgniserregend schnell verschlechterte. Die Pandemie treibt immer mehr Menschen in eine schwere Ernährungskrise und akuten Hunger“, sagte Dauda Sau, FAO-Vertreter in Burkina Faso. „Wir können diesen Trend noch umkehren, wenn wir jetzt helfen und die Regierung dabei unterstützen, Lebensgrundlagen zu schützen, die lokale Produktion und Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln schnell zu steigern und den Zugang der ländlichen Bevölkerung zu Nahrungsmitteln zu sichern“.

 

Viele der Bedürftigsten in Burkina Faso sind Bäuer*innen, die vom eigenen Anbau leben und Viehzüchter*innen. Während dringende, lebensrettende humanitäre Hilfe erforderlich ist, um die unmittelbaren Bedarfe zu decken, sind auch längerfristige Investitionen in die Lebensgrundlagen in ländlichen Gebieten und in soziale Dienste notwendig. Nach Ansicht der UN-Expert*innen können diese auch den sozialen Zusammenhalt stärken und zum Frieden beitragen.

 

Die FAO und WFP haben auf die Krise in Burkina Faso mit einer Kombination aus Ernährungshilfe, dem Schutz von Lebensgrundlagen sowie der Unterstützung von Vertriebenen und aufnehmenden Gemeinschaften reagiert.

 

Aktuelles Fotomaterial: https://spaces.hightail.com/receive/KD6ih1yFTH

 

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Über das World Food Programme

Das UN World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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Topics
Burkina Faso Konflikte Gesicherte Ernährung
Kontakt
Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

Tel. +49 30 20 614929

Mob. +49 160 99261730