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Die Herausforderungen in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit werden immer komplexer. Und damit auch die Programme des UN World Food Programme (WFP) gegen Hunger. 

  • Die Hungerursachen weltweit haben sich verändert, genauso die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Als Reaktion darauf hat sich WFP von einer Organisation für Nahrungsmittelhilfe zu einer Organisation für Ernährungshilfe entwickelt, die an umfassenden Lösungsansätzen gegen den Hunger arbeitet. Heute stehen uns wesentlich mehr Optionen in der Programmentwicklung zur Verfügung. Programme beinhalten mittlerweile unterschiedlichste Ziele (meistens mehrere gleichzeitig) und Lösungen. Jede Art der Hilfe unterliegt wiederum einer Reihe an Prüfungen, Analysen, Konsultationen und Evaluierungen.

  • In den neuen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist festgeschrieben, dass wir für die globale Entwicklung über Disziplinen, Sektoren und Bereiche hinweg zusammenarbeiten müssen. Weil alle SDGs ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken, ist noch bessere Zusammenarbeit gefragt, sowohl innerhalb von WFP als auch zwischen WFP und seinen Partnern. 
  • WFP arbeitet mittlerweile mit strategischen Länderprogrammen. Das beruht auf der Erkenntnis, dass effektive Programme gegen den Hunger koordinierte, länderspezifische und von nationalen Regierung getragene Lösungen erfordern, die die Kluft zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit schließen.
  • Neue Qualitäts- und Rechenschaftsstandards in der Programmentwicklung erfordern zusätzlich Konsultationen auf allen Ebenen. Wir stehen in ständigem Austausch mit Regierungen, Gebern, Partnern und der betroffenen Bevölkerung.

Programme müssen natürlich auf lokale Gegebenheiten zugeschnitten sein. Die Ziele, Strategien und Arten der Hilfe unterscheiden sich stark von Kontext zu Kontext. Zum Beispiel ist die Soforthilfe nach einer Naturkatastrophe sehr unterschiedlich zur Bekämpfung von chronischer Mangelernährung. Genauso sind  in Konfliktgebieten andere Programme notwendig, als in friedlichen Gebieten. Manchmal müssen wir Nahrungsmittelhilfe leisten und manchmal lässt es die Infrastruktur zu, Bargeldtransfers einzusetzen.

Unabhängig von den lokalen Kontexten haben gut gestaltete Programme folgendes gemein:

  • sie basieren auf klar definierten Nahrungsmittel- und Ernährungsbedürfnissen;
  • sie sind in lokalen Kontexten verankert und beachten lokale Lebensgrundlagen;
  • sie orientieren sich an erfolgreichen Beispielen;
  • sie sind mit bestehenden Programmen und Strategien abgestimmt;
  • sie sind realistisch, anpassungsfähig und ergebnisorientiert;
  • und sie sind durch eine Reihe von Indikatoren messbar.

Unsere Programme müssen darüber hinaus aus intensiven Konsultationen hervorgehen, damit nach innen und außen ein möglichst breiter Konsens entsteht. Gleichzeitig ist in der Programmentwicklung heute eine größtmögliche Integration von Geschlechtergerechtigkeit vorgeschrieben, damit die Programme alle Bedürfnisse von Männern, Frauen, Jungen und Mädchen abdecken und zu mehr Gleichberechtigung beitragen.

Das vorrangige Ziel von WFP bleibt, Menschen in Not immer mit der am besten geeigneten Ernährungshilfe so schnell wie möglich zu erreichen.

201
Programme hatte WFP 2015 implementiert
93 Prozent
der Programme werden zusammen mit Partnern umgesetzt