Krise
Sudan
- 19 Millionen
- Menschen leiden akut Hunger
- 12 Millionen Menschen
- wurden 2025 von WFP unterstützt
- 610 Millionen USD
- braucht WFP von März bis August 2026, um die lebensrettende Hilfe aufrecht erhalten zu können
Drei Jahre nach Beginn eines brutalen Krieges ist Sudan weiterhin die schlimmste humanitäre Krise weltweit.
Fast 34 Millionen Menschen – 65 Prozent der Bevölkerung – sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hungersnot wurde in Al Fasher und Kadugli bestätigt; in weiteren 20 Gebieten in Groß-Darfur und Groß-Kordofan besteht akute Hungersnotgefahr.
In den westlichen Regionen Sudans – insbesondere in Nord-Darfur, Süd-Darfur, West-Kordofan und Süd-Kordofan – führen anhaltende Kämpfe und stark eingeschränkter Zugang zu einer dramatischen Verschlechterung der Hunger- und Mangelernährungslage.
Nach der jüngsten Klassifizierung der Ernährungssicherheit (Integrated Food Security Phase Classification) sind schätzungsweise 19 Millionen Menschen – zwei von fünf Sudanesen – von akuter Ernährungsunsicherheit auf hohem Niveau betroffen. Die bereits chronisch hohe Mangelernährung hat sich weiter verschärft: Voraussichtlich werden 4,2 Millionen Kleinkinder sowie schwangere und stillende Frauen und Mädchen eine Behandlung benötigen. Mehr als 3 Millionen Kleinkinder und 1,9 Millionen Mütter brauchen Unterstützung, um Mangelernährung vorzubeugen.
Zugleich ist Sudan die größte Vertreibungskrise der Welt: Mehr als 11,5 Millionen Menschen wurden durch den Konflikt aus ihren Häusern vertrieben.
Die Hungerkrise in Sudan droht sich durch die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten weiter zu verschärfen. Störungen im Roten Meer verzögern lebenswichtige Importe und treiben die Preise für Nahrungsmittel, Treibstoff und Düngemittel in die Höhe.
WFP ist für Millionen Menschen eine lebenswichtige Unterstützung. Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln hat dazu beigetragen, Hungersnotbedingungen in neun Gebieten umzukehren, in denen die Kämpfe nachgelassen haben und der Zugang verbessert werden konnte.
Gleichzeitig ist die Lücke zwischen dem humanitären Bedarf und den verfügbaren Mitteln enorm.
Ein Ende der Kämpfe sowie sicherer, ungehinderter und dauerhafter humanitärer Zugang sind dringend erforderlich, um weitere Todesfälle zu verhindern und Lebensgrundlagen zu schützen.
Um seine Arbeit in Sudan von März bis August 2026 fortsetzen zu können, benötigt WFP dringend 610 Millionen US‑Dollar.
So hilft WFP im Sudan
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Nothilfe
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Aufgrund gravierender Finanzierungslücken musste WFP seine Unterstützung auf die am stärksten von Hunger betroffenen Gemeinschaften konzentrieren. Wir erreichen derzeit über 4 Millionen Menschen pro Monat, darunter 1,5 Millionen in den am härtesten getroffenen und zuvor schwer zugänglichen Gebieten in Darfur, Kordofan, Khartum und Al Jazira. In den 27 Gebieten, in denen Hungersnöte herrschen oder drohen, erreicht WFP rund 80 Prozent der betroffenen Menschen. WFP hat seine Hilfe zudem in Regionen ausgeweitet, in denen die Gewalt nachgelassen hat – darunter im Bundesstaat Khartum, in Al Jazira und in Sennar. Dort werden jeden Monat mehr als 800.000 Menschen unterstützt.
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