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Ägypten: WFP startet 15-Millionen-Euro-Projekt mit deutscher Entwicklungsbank

KAIRO – Das UN World Food Programme (WFP) in Ägypten erhielt eine großzügige Zuwendung in Höhe von 15 Millionen Euro aus dem ägyptisch-deutschen Schuldentauschprogramm für 2020.

Diese neue Zuwendung baut auf der vorangegangenen erfolgreichen Partnerschaft zwischen WFP und der deutschen KfW Entwicklungsbank zum sogenannten „Food for Education Through a Life Cycle Approach“ auf, die im Rahmen des vorangegangenen ägyptisch-deutschen Schuldentauschprogramms umgesetzt wurde.

 

WFP und seine Regierungspartner werden die Gelder nutzen, um ein neues zweijähriges Projekt zu starten, das 136.000 arme Familien in ihrer Ernährung und Bildung unterstützen und Einkommensmöglichkeiten für Frauen und Jugendliche schaffen soll. Das Projekt „Investitionen in das Bildungskapital im ländlichen Oberägypten“ wird die Widerstandsfähigkeit der Familien stärken, um den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise besser begegnen zu können.

 

Das Projekt kommt Schüler*innen in Gemeindeschulen – Schulen mit nur einer Klasse – zugute. Kinder erhalten täglich einen nahrhaften Schulsnack, der 25% ihres täglichen Nährstoffbedarfs deckt. Um den regelmäßigen Schulbesuch zu fördern und Kinderarbeit und frühe Verheiratung zu bekämpfen, erhalten die Familien der Schüler*innen darüber hinaus monatliche Bargeldtransfers, die an den regelmäßigen Schulbesuch gebunden sind.

 

„Im Mittelpunkt dieses Projekts steht eine menschenzentrierte Vision, die die Fähigkeiten, Fertigkeiten und das Potenzial von Ägypter*innen, insbesondere von Frauen und Jugendlichen, anerkennt, ihre Bedürfnisse erkennt und entsprechend darauf eingeht“, sagte die ägyptische Ministerin für internationale Zusammenarbeit, Rania Al-Mashat. „Im Einklang mit der Vision des Ministeriums und dem Ziel des Global Partnerships Narrative ,People & Projects & Purpose‘ zeigt diese Zuwendung unser gemeinsames Engagement für den Weg zu einem integrativeren und widerstandsfähigeren Aufbau und zur Beschleunigung des Fortschritts bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung.

 

Das Projekt wird auch die Umwandlung von Gemeindeschulen in „smarte“ Schulen unterstützen, die mit der nötigen Technologie ausgestattet ein verbessertes Lern- und Wissensumfeld für Schüler*innen, Pädagog*innen und andere Gemeindemitglieder ermöglichen werden.

Darüber hinaus wird auch die Fähigkeit lokaler Akteure der Gemeinschaft, einschließlich der Gemeindeentwicklungsverbände und Nichtregierungsorganisationen, erhöht, Mikrokredite für Frauen aufzunehmen und Jugendliche auszubilden.

 

Außerdem wird das Projekt schwangere und stillende Mütter sowie Kinder unter zwei Jahren mit Ernährungshilfe unterstützen, sofern sie regelmäßig zu medizinischen Checkups in Gesundheitskliniken kommen. Ergänzt wird das durch einen besseren Zugang zu öffentlicher medizinischer Grundversorgung, Ernährungshilfsdiensten, sowie groß angelegte Bildungs- und Aufklärungsmaßnahmen über Ernährung, die landesweit Millionen Ägypter*innen erreichen.

 

„Die Zuwendung spiegelt die fruchtbare und zuverlässige Tradition der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit wider. Angesichts der Herausforderungen durch die weltweite Pandemie dürfen wir die Schwächsten unter uns nicht vergessen“, sagte Cyrill Jean Nunn, deutscher Botschafter in Ägypten.  

 

Gemeinsam mit dem Ministerium für internationale Zusammenarbeit führt WFP das Projekt in Abstimmung mit den Ministerien für Bildung, Gesundheit und Bevölkerung, soziale Solidarität, Versorgung und Binnenhandel, lokale Entwicklung, Landwirtschaft und Nutzbarmachung, dem Nationalen Frauenrat sowie dem Nationalen Ernährungsinstitut und der ägyptischen Wissensbank durch.

 

„Wir haben gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit WFP als Teil des diesjährigen ägyptisch-deutschen Schuldentauschprogramms und als Partner erster Wahl bei der Umsetzung erfolgreicher Ansätze integrierter Entwicklung in Ägypten gemacht“, sagte Bernd Siegfried, Leiter des KfW-Büros in Kairo. „Ägypten und Deutschland gleichen sich in ihrem Fokus auf nachhaltige Entwicklung, Frieden und Wohlstand – alles Aspekte, die in diesem neuen Projekt hervorgehoben werden.“

 

WFP ist die UN-Organisation in Ägypten, die die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen mit Ernährungshilfe unterstützt. WFP zählt weiterhin auf die Unterstützung von Gebern, um die Hilfe für Menschen in Not in Ägypten auch in Zeiten von COVID-19 und den Erholungsphasen danach fortzuführen und auszuweiten.

 

„Dank der ägyptischen und deutschen Regierung wird unser Projekt dazu beitragen, die nationalen Prioritäten in den Bereichen sozialer Schutz, Bildung, Ernährung, Ernährungssicherheit, Jugend und wirtschaftliche Förderung von Frauen voranzubringen“, sagte Menghestab Haile, WFP-Landesdirektor in Ägypten. „WFP schätzt das Vertrauen und die Unterstützung des Ministeriums für internationale Zusammenarbeit und der ägyptischen Regierung bei der Zuweisung von Mitteln zugunsten gefährdeter Gemeinschaften, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird – ganz im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung und der ägyptischen Vision 2030.“

 

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Das UN World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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